Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Beiträge mit Schlagwort ‘Familie’

Reisen statt Rasen

Nun ist unser Gespann – Wohnwagen und Auto- nicht das Schnellste, deshalb gilt für uns diesen Urlaub Entschleunigung….
Gerade sitze ich hier auf einem Rastplatz vor unserem Wohni, die Kleine und Cheffe haben sich im Wohnwagen auf Ohr gelegt. Die Kleine ist geschafft von einem sehr anstrengenden Schulzeit und einem mehr als emotionalen Abschied ihrer Grundschulzeit. ER braucht eine Pause nach 3 Stunden Fahrt in den Norden. Ich genieße es gerade sehr, einfach mal zu sitzen, die Gedanken schweifen zu lassen und zu schreiben. Es ist mal wieder Zeit regelmäßiger zu schreiben, der Urlaub ist ein guter Anfang dafür….

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Neu und alt.

Eigentlich verläuft mein Leben in ruhigen Bahnen…oberflächlich gesehen – keine großen Dramen und Ereignisse in letzter Zeit. Aber doch haben sich einige Dinge verändert, in mir und in unserem Lebem:

  • Wir haben es wieder getan, obwohl wir dachten, jetzt ist es genug…..er wohnt seit September hier:

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Ein wunderbares Familienmitglied; liebenswert, drollig, verspielt, freundlich und zunehmend gut erzogen……Lenny eben!

  • Unsere Große ist entgültig ausgezogen, ihre Ausbildungsstelle hat sie verloren durch eigene Schuld….sie wird irgendwann wohl erwachsen werden, es hängt eben nicht am Alter…..
  • Unsere Kleine wird auch langsam eine Große…..aber alles ok, alles im Rahmen….ich bin stolz auf sie….
  • In mir hat sich viel verändert….als ich meine neue Arbeitsstelle antrat war ich voller Selbstzweifel und Unsicherheiten, mein Selbstbewusstsein kroch irgendwo im Keller herum, ich konnte mich nicht selbst schätzen oder gar lieben. Mittlerweile Ruhe ich wieder in mir selbst, ich weiß wieder wer und was ich bin – vor allem das ich ein wertvoller Mensch bin. Trotzdem werde ich im Juli meinen Arbeitsvertrag auslaufen lassen (da auch die Maßnahme auslaufen wird). Ich werde schauen was sich dann für mich entwickelt, aber in erster Linie werde ich wieder Familienmanagerin – durch einen Auffahrunfall (mir wurde aufgefahren) bin ich seit fast 4 Wochen krank und zuhause, meine Halswirbelsäule hat schwer beleidigt auf den Crash reagiert – ich merke einfach wieviel Ruhe in unsere Familie einkehrt, wenn jemand da ist und sich kümmert und ihm den Rücken freihält…..auch meine Gesundheit wird dann wieder ganz vorne anstehen….
  • Letzten Donnerstag hatte ich in einem Krankenhaus bei uns ums Eck ein Gespräch wegen einer Adipositasoperation. Es war toll! Die Ärztin war warmherzig und freundlich….sie wird einen Härtefall – Gutachten machen und sie ist der Meinung das die Krankenkasse es sofort genehmigen wird. Sie hat mir soviel Mut gemacht, ich bin ganz geflasht….
  • Bei meiner Erwerbsminderungsrente läuft es immer noch gaaaanz zäh, ich war nochmals bei zwei Gutachtern und musste jetzt nochmals eine Verdienstbescheinigung einreichen…..wenn die von meinem Arbeitgeber zurück ist und sicher bei der RV gelandet ist, werde ich hoffentlich einen Bescheid bekommen….und dann geht es weiter mit einem Antrag auf Lymphreha……
  • Das Thema Hauskauf schwebt mal wieder und immer noch in unseren Köpfen……

Alles gut?

Ja, mich gibt es noch….

Das reale Leben ist wie immer sehr wuselig und turbulent – aber mir geht es gut damit….

Meine Arbeit mit den Jugendlichen macht mir immer noch viel Spaß und gibt mir wirlich immer noc eine tiefe Befriedigung – obwohl mittlerweile viel Routine geworden ist.

Über Karneval waren ER, die Kleine und ich ganz kurz entschlossen hier. Die Ferienwohnung war so ziemlich die Beste, die wir bisher hatten. Auch wenn das dazugehörige Schwimmbad leider defekt war. Aber wir haben die Zeit dort sehr genossen und haben uns Rosenmontag, nach einem Besuch in Cuxhaven ganz gemütlich auf die Heimreise gemacht – alles gut. Dachten wir – aber bei uns geht es eben meist nicht ohne irgendwelche Katastrophen.

Vor dem Kurztrip hatten wir unseren Kombi mehrfach in der Werkstatt – eigentlich sollte alles ok sein, bevor wir gen Norden starteten…..er lief auch wie am Schnürchen bis ca. 80 km vor Zuhause, ab dann kam die Defektmeldung (irgendwas mit der Einspritzung) und der Motor hatte keinerlei Leistung mehr und klackerte unheilvoll. Also Geschwindigkeit von 160 km/h auf 60 – 80 km/h gedrosselt und langsam und gaaaaanz vorsichtig nach Hause gefahren. Und das war dann auch das letzte Mal, das ich meinen heißgeliebten Laguna fahren durfte. Die Werkstatt bestätigte eigentlich nur das, was wir schon ahnten – kapitaler Motorschaden…..

Also muss eine neue Familienkutsche her – aber was?

Zuuuu groß sollte sie auch nicht mehr sein, denn:

  • der große Hund wird nicht mehr mit in Urlaub fahren können (sie kann keine längeren Strecken mehr laufen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie über die Regenbogenbrücke gehen wird)
  • wir sind als Familie zu 4. nur noch selten unterwegs – meist nur noch ER, die Kleine und meinereiner

Zuuu klein aber auch nicht, denn

  • ER muss seine Musiksachen transportieren können
  • wir sind eben etwas breiter

 

Unsere Überlegungen führten uns zum Dacia DusterRenault Modus, Renault scenic und Renault Koleos. Aber gar nicht auf dem Sender hatten wir dieses Auto Peugeot Partner Tepee. Wir sind einfach mal Probegefahren, nachdem ich ihn beim Händler entdeckte – und was soll ich sagen, es ist das Richtige Auto für uns.Er gefällt uns richtig gut! Toll, die Fenster im Dach, der Platz, die Einstiegshöhe, die Übersichtlichkeit dank der wirklich riesigen Rückspiegel und die Einparkhilfe beim Rückwärtsfahren ist nur schön….

Seit zwei Wochen sind wir Besitzer dieser Familienkutsche….und  bisher sind alle Erwartungen erfüllt worden….

 

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Eine Sache freut mich im Moment ganz besonders:

Meine Große scheint sich wirklich wieder zu fangen. Ihre Therapie neigt sich ganz langsam dem Ende zu, aber es ist ersichtlich (lt. Therapeut) das danach erstmal keine weitere nötig sein wird, sie wird weiter das Antidepressiva nehmen müssen und sich nun auch einen anderen Psychologen suchen müssen (sie wird ja bald 18). Es geht ihr merklich besser, unser Verhältnis zueinander hat sich normalisiert – ich habe das Gefühl, ich habe meine Tochter wieder….ich freu mich einfach…..auch wenn sie in absehbarer Zeit eine eigene Wohnung haben wird – aber ich bin mir sicher, das dies ein guter Schritt für sie sein wird. Auch wenn mein Mamaherz natürlich bluten wird…….

 

Weihnachten

Weihnachten war schön und friedlich.

Den heiligen Abend haben wir zum ersten Mal komplett als unsere vierköpfige Familie allein verbracht – Raclette gegessen, in Ruhe beschert und anschließen geredet, gespielt, fern gesehen und geredet. Ich habe mich so sehr über mein Lieblingparfüm gefreut und ER sich über einen ganz edlen Grappa. Gemeinsam haben wir uns unseren ersten niegel – nagelneuen Fernseher gefreut – natürlich für an die Wand zu hängen und Flach 😉

Aber es ist tatsächlich bemerkenswert – wir sind beide über 40 Jahre, seit 25 Jahren zusammen und erst jetzt war uns ein neuer Fernseher wichtig – vorher gab es immer irgendwelche gebrauchten, die ihren Zweck erfüllten. Unser letzter war ungefähr schon 5 – 6 Jahre alt, als er bei uns einzog und hat nochmal 7 Jahre durchgehalten. (Wobei das Bild natürlich einiges zu wünschen ließ – besonders in letzter Zeit)

Die Kinder freuten sich ebenfalls über ihre Geschenke, aber wichtiger war die Zeit mit uns zusammen.

Den ersten Feiertag verbrachten wir bis abends bei meinen Eltern – dort wurden dann auch die Probleme der letzten Zeit kurz diskutiert und zumindest vordergründig aus der Welt geschaffen. Und doch bin ich nicht ganz glücklich – denn das Problem besteht einfach weiter und wir müssen damit klar kommen…..aber ich weiß einfach, das meine Kleine sehr unter Situation gelitten hat….

Den Abend verbrachten wir bei meiner Schwiegermutter..es war sehr lustig. Leider hat waren sich der Hund meiner Tochter und unsere alte Hundedame nicht grün an dem Tag und meinten sich kurz und heftig beißen zu müssen. Das Ergebnis war eine Wunde am  Maul  bei unserer Lara – auch am nächsten Morgen tropfte noch Blut aus dem Maul. Also erstmal rum telefoniert nach einem Tierarzt…gar nicht so einfach, einen zu finden, der nicht 50 km entfernt war….dann aber doch eine sehr nette Tierärztin gefunden. Die TÄ hat Lara dann über eine Stunde zusammengeflickt  – der obere Gaumen war einmal duchgebissen – von außen nur durch ein kleines Loch zu sehen. Auch ihre Leftzen haben einiges abbekommen….gestern waren wir dann nochmal zur Kontrolle und heute ist alles schon deutlich abgeschwollen. Auch die Narkose hatte unser altes Mädchen gut verkraftet, nach zwei Stunden war sie schon wieder auf den Beinen und sie hat auch nicht wie befürchtet erbrochen……Zum Glück ist der Hund unserer Tochter Haftpflichtversichert, d.h. die Kosten für die Behandlung (über 300 Euronen) dürfte die Versicherung tragen.

Gefreut habe ich mich auch über einen Weihnachtsgruß meiner besten Freundin, nicht nur  über die Leckereien sondern viel mehr über ihre lieben Worte in einer Karte.

Jobangebot?

Nachdem ich in letzter Zeit einige  vier Bewerbungen losgeschickt habe, hatte ich gestern das erste Jobinterview.

Ein großes Unternehmen hat eine Stelle als Ausbilderin ausgeschrieben – Schulabgänger sollen Ausbildungsfit für das Gesundheitswesen gemacht werden.

Hmm, was soll ich sagen?

Es ist gut bis sehr gut gelaufen. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, das mein Gewicht in irgendeiner Form zum Thema würde – aber, es wurde nicht beachtet oder kommentiert, es war, als wäre es gar nicht da….ein tolles Gefühl! Ich hoffe, die Jugendlichen sehen das ähnlich, aber da habe ich doch so meine Zweifel…..

Nun überlege ich, will ich das so?

Seit ich meine Ausbildung gemacht habe, habe ich immer gerne angeleitet, gezeigt und erklärt. Mir wird auch nachgesagt, das ich komplizierte Sachverhalte einfach erklären kann. Unterricht zu geben bei meinen Kollegen in Form von Seminaren und auch Ausbilden von Schülern – alles schon gemacht….aber vor einer Klasse Jugendlicher im Alter von 16 bis 25 zu stehen, das ist eine andere Hausnummer. Es ist eine Herausforderung!

Von den Arbeitszeiten würde die Stelle gut zu mir und meiner Familie passen – 3 Tage in der Woche Vollzeit. Sieist nur 25 km entfernt und auch mit Bus und Bahn ganz gut zu erreichen.

Es ist mein dritter Versuch in den Unterrichtsbereich zu kommen und jetzt….habe ich Muffensausen…..vielleicht legt sich das am nächste Woche – da gehe ich einen Tag in den Unterricht einer Kollegin und werde mir alles ansehen.

Die OP werde ich natürlich trotzdem vorantreiben. Aber ich weiß auch, wenn ich meinen Kopf ausgefüllt habe, ist da kein Platz um an Essen zu denken – und auch keine Zeit mehr *g*

Wegende

Gestern um 23:10 Uhr ist meine Schwiegervater seinen Weg zu Ende gegangen. Es war friedlich, seine ganze Familie war bei ihm. Er war bis zum Schluß im Kopf ganz klar……. Meine Schwiegermutter hatte sich gerade neben ihn gelegt, sie benötigte dringend ein bisschen Ruhe………er wollte sie noch ansehen, schaute nochmal seine Kinder an und lächelte…dann war sein Weg zu Ende.

Die Stimmung war ruhig…..es wurde gemeinsam geweint….miteinander erzählt…ein bisschen gelacht….und immer wieder ging jemand Abschied nehmen…..ich habe lange mit meiner Schwiegermutter bei meinem Schwiegerpapa gesessen……bis um 2:00 Uhr waren ER und ich noch dort, dann sind wir 500 m weiter nach Hause gegangen. Die anderen sind in der Nacht noch bei der Schwiegermutter geblieben. Heute morgen kam dann der Arzt und schon das Bestattungsunternehmen. Dinge wurden ausgesucht und die Trauerfeier organisiert. ER hatte nur wenig geschlafen und war schon früh wieder bei seinen Eltern.

Meine kleine Tochter hat die Nachricht gefasst aufgenommen, sie konnte sich gestern Nachmittag noch verabschieden. Die Große haben wir später in der Klinik angerufen, sie reagierte wie erwartet.

Ich habe zum ersten Mal erlebt, das jemand im Kreis seiner Familie gestorben ist. Es war würdevoll und unglaublich bewegend. ER verliert einen Papa, der immer für einen guten Rat oder eine Diskussion zu haben war.