Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Archiv für Oktober, 2011

Ein Monat

Seit über einem Monat bin ich wieder in der Arbeitswelt. Langsam bekomme ich Routine – ein angenehmes Gefühl. Sogar das Aufstehen bereitet mir wenig Probleme – sofern mich die Mücken nachts in Ruhe lassen. Fies, wenn sie in den Fußballen stechen und ich werde vor lauter Juckreiz wach….

Meine Waage zeigt immer wieder eine deutliche Tendenz nach unten – meist nach ca. 5 – 6  Tagen Stillstand und die Ernährung habe zur Zeit gut im Griff. Merkwürdigerweise habe ich auch kaum Hunger/Appetitt auf Süßes. Ich esse meine drei Mahlzeiten am Tag und es reicht vollkommen aus. Am Wochenende läuft es ein bischen lockerer aber auch nicht vollkommen aus dem Ruder.

Auch an meiner Kleidung merke ich, das sich mein Umfang verändert, alles sitzt locker und Hosen fangen an zu rutschen. Letzte Woche habe ich micht mit etlichen neuen Oberteilen eingedeckt – Hosen hatte ich mir einige selbst genäht (wobei ich jetzt auch anfangen muss, einige enger zu machen).

Zu kurz kommt im Moment der Sport – Montags, Dienstags und Mittwochs ist es ein echtes Zeitproblem, weil ich erst gegen 17 Uhr nach Hause komme und sich mein Haushalt auch nicht von allein erledigt, zumal die Kleine dann auch nach Mama schreit.

Donnerstags hat dann das Schwimmbad kein öffentliches Schwimmen tagsüber. Also bleibt nur Freitag und das Wochenende – Freitags gehe ich schwimmen und saunieren – leider ist das Saunieren ein Vergnügen, was sich mir jetzt nur noch selten gönnen kann.….

Vorgestern hatte ich dann meinen Angstermin beim Phlebologen. Positiv ist zu bewerten, das ich keine Krampfadern habe und das auch die vermutete Venenentzündung im Augugst doch keine war, sondern wieder ein Erysipel – also alles richtig gemacht mit Antibiotika und Heparin. Nun das Negative, der Doc hätte mich an liebsten sofort in eine Lymph – Klinik eingewiesen, denn da würd ich mit meinen Beinen hingehören, mindestens für 6 – 8 Wochen.

Nur wird die Krankenkasse das nicht bewilligen – wobei ich das im Moment auch nicht will. Deshalb werde ich wohl demnächst Besitzerin eines dieser Lymphgeräte, womit den Stauungen  zu Hause zu Leibe gerückt werden kann – die manuelle Therapie bekomme ich ja auch nur 6 – 12 mal im Quartal, benötigen würde ich derzeit 2 x täglich. Die Frage ist auch da, ob die Krankenkasse das genehmigt.

Mein Arzt empfahl mir, wenn das Gerät auch abgelehnt würde, zur Krankenkasse zu fahren und denen mit Fernsehen zu drohen. Sechsmal Lymphdrainage im Quartal wären für mich viel zu wenig, ich bräuchte mindestens zwei bis viermal in der Woche. Doch leider ist es den Ärzten durch die Budgetierung nicht möglich, mehr zu verordnen.

Ich war etwas überrascht, dass der Arzt so entsetzt von meinen Beinen war. Im Sommer waren sie wesentlich mehr angeschwollen und noch unförmiger, momentan sieht man sogar die Fußfesseln und ich habe sichtbare Venen auf dem Fußrücken.

Seit 2 Wochen versuche ich mich wieder am Nordic Walking – an die 5 km vor meiner Rückenerkrankung komme ich bei weitem nicht heran, aber ich bin stolz immerhin 1 km laufen zu können. Es ist lange nicht mehr so schmerzhaft wie vor einem Jahr, auch merke ich das es jetzt eine Entlastung für meinen Rücken bringt – nicht die voriges Jahr zusätzliche Schmerzen und Verspannungen. Jeden Sonntag schaffe ich es ein Stück weiter – vielleicht sind die 5 km doch kein unerreichbares Ziel mehr.

 

 

 

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