Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Beiträge mit Schlagwort ‘Arbeit’

Neu und alt.

Eigentlich verläuft mein Leben in ruhigen Bahnen…oberflächlich gesehen – keine großen Dramen und Ereignisse in letzter Zeit. Aber doch haben sich einige Dinge verändert, in mir und in unserem Lebem:

  • Wir haben es wieder getan, obwohl wir dachten, jetzt ist es genug…..er wohnt seit September hier:

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Ein wunderbares Familienmitglied; liebenswert, drollig, verspielt, freundlich und zunehmend gut erzogen……Lenny eben!

  • Unsere Große ist entgültig ausgezogen, ihre Ausbildungsstelle hat sie verloren durch eigene Schuld….sie wird irgendwann wohl erwachsen werden, es hängt eben nicht am Alter…..
  • Unsere Kleine wird auch langsam eine Große…..aber alles ok, alles im Rahmen….ich bin stolz auf sie….
  • In mir hat sich viel verändert….als ich meine neue Arbeitsstelle antrat war ich voller Selbstzweifel und Unsicherheiten, mein Selbstbewusstsein kroch irgendwo im Keller herum, ich konnte mich nicht selbst schätzen oder gar lieben. Mittlerweile Ruhe ich wieder in mir selbst, ich weiß wieder wer und was ich bin – vor allem das ich ein wertvoller Mensch bin. Trotzdem werde ich im Juli meinen Arbeitsvertrag auslaufen lassen (da auch die Maßnahme auslaufen wird). Ich werde schauen was sich dann für mich entwickelt, aber in erster Linie werde ich wieder Familienmanagerin – durch einen Auffahrunfall (mir wurde aufgefahren) bin ich seit fast 4 Wochen krank und zuhause, meine Halswirbelsäule hat schwer beleidigt auf den Crash reagiert – ich merke einfach wieviel Ruhe in unsere Familie einkehrt, wenn jemand da ist und sich kümmert und ihm den Rücken freihält…..auch meine Gesundheit wird dann wieder ganz vorne anstehen….
  • Letzten Donnerstag hatte ich in einem Krankenhaus bei uns ums Eck ein Gespräch wegen einer Adipositasoperation. Es war toll! Die Ärztin war warmherzig und freundlich….sie wird einen Härtefall – Gutachten machen und sie ist der Meinung das die Krankenkasse es sofort genehmigen wird. Sie hat mir soviel Mut gemacht, ich bin ganz geflasht….
  • Bei meiner Erwerbsminderungsrente läuft es immer noch gaaaanz zäh, ich war nochmals bei zwei Gutachtern und musste jetzt nochmals eine Verdienstbescheinigung einreichen…..wenn die von meinem Arbeitgeber zurück ist und sicher bei der RV gelandet ist, werde ich hoffentlich einen Bescheid bekommen….und dann geht es weiter mit einem Antrag auf Lymphreha……
  • Das Thema Hauskauf schwebt mal wieder und immer noch in unseren Köpfen……

Alles gut?

Ja, mich gibt es noch….

Das reale Leben ist wie immer sehr wuselig und turbulent – aber mir geht es gut damit….

Meine Arbeit mit den Jugendlichen macht mir immer noch viel Spaß und gibt mir wirlich immer noc eine tiefe Befriedigung – obwohl mittlerweile viel Routine geworden ist.

Über Karneval waren ER, die Kleine und ich ganz kurz entschlossen hier. Die Ferienwohnung war so ziemlich die Beste, die wir bisher hatten. Auch wenn das dazugehörige Schwimmbad leider defekt war. Aber wir haben die Zeit dort sehr genossen und haben uns Rosenmontag, nach einem Besuch in Cuxhaven ganz gemütlich auf die Heimreise gemacht – alles gut. Dachten wir – aber bei uns geht es eben meist nicht ohne irgendwelche Katastrophen.

Vor dem Kurztrip hatten wir unseren Kombi mehrfach in der Werkstatt – eigentlich sollte alles ok sein, bevor wir gen Norden starteten…..er lief auch wie am Schnürchen bis ca. 80 km vor Zuhause, ab dann kam die Defektmeldung (irgendwas mit der Einspritzung) und der Motor hatte keinerlei Leistung mehr und klackerte unheilvoll. Also Geschwindigkeit von 160 km/h auf 60 – 80 km/h gedrosselt und langsam und gaaaaanz vorsichtig nach Hause gefahren. Und das war dann auch das letzte Mal, das ich meinen heißgeliebten Laguna fahren durfte. Die Werkstatt bestätigte eigentlich nur das, was wir schon ahnten – kapitaler Motorschaden…..

Also muss eine neue Familienkutsche her – aber was?

Zuuuu groß sollte sie auch nicht mehr sein, denn:

  • der große Hund wird nicht mehr mit in Urlaub fahren können (sie kann keine längeren Strecken mehr laufen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie über die Regenbogenbrücke gehen wird)
  • wir sind als Familie zu 4. nur noch selten unterwegs – meist nur noch ER, die Kleine und meinereiner

Zuuu klein aber auch nicht, denn

  • ER muss seine Musiksachen transportieren können
  • wir sind eben etwas breiter

 

Unsere Überlegungen führten uns zum Dacia DusterRenault Modus, Renault scenic und Renault Koleos. Aber gar nicht auf dem Sender hatten wir dieses Auto Peugeot Partner Tepee. Wir sind einfach mal Probegefahren, nachdem ich ihn beim Händler entdeckte – und was soll ich sagen, es ist das Richtige Auto für uns.Er gefällt uns richtig gut! Toll, die Fenster im Dach, der Platz, die Einstiegshöhe, die Übersichtlichkeit dank der wirklich riesigen Rückspiegel und die Einparkhilfe beim Rückwärtsfahren ist nur schön….

Seit zwei Wochen sind wir Besitzer dieser Familienkutsche….und  bisher sind alle Erwartungen erfüllt worden….

 

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Eine Sache freut mich im Moment ganz besonders:

Meine Große scheint sich wirklich wieder zu fangen. Ihre Therapie neigt sich ganz langsam dem Ende zu, aber es ist ersichtlich (lt. Therapeut) das danach erstmal keine weitere nötig sein wird, sie wird weiter das Antidepressiva nehmen müssen und sich nun auch einen anderen Psychologen suchen müssen (sie wird ja bald 18). Es geht ihr merklich besser, unser Verhältnis zueinander hat sich normalisiert – ich habe das Gefühl, ich habe meine Tochter wieder….ich freu mich einfach…..auch wenn sie in absehbarer Zeit eine eigene Wohnung haben wird – aber ich bin mir sicher, das dies ein guter Schritt für sie sein wird. Auch wenn mein Mamaherz natürlich bluten wird…….

 

Rentenversicherung und Arbeitsamt

Gestern habe ich zum 1000000 mal mit der Rentenversicherung telefoniert. Nachdem es ja letzte Woche hieß, das mein Widerspruch im Schreibbüro liegt und ich in den nächsten Tagen endlich, endlich Becheid bekomme. Doch als ich heute mit einer sehr kompetenten und freundlichen Sachbearbeiterin reden konnte – die meinen Unmut sehr gut verstehen kann – ist es nun wieder mal so das der Widerspruch wiedermal zu Widerspruchsstelle nach Lübeck geht – also nochmal 2 – 3 Monate warten, bis es überhapt mal einen Bescheid gibt. Der Witz ist ja, das ich mittlerweile herausbekommen habe, das die Widerspruchsstelle anders entschieden hat, als die Rentenversicherung.

Heute war mein erster Termin bei der Arbeitsvermittlung und zur Information über das ärztliche Gutachten der Agentur. Das Gutachten wurde vorläufig erstellt, da die Rentenversicherung immer noch nicht über meinen Widerspruch zur medizinischen Reha entschieden hat. Laut Gutachten sind mir leichte Tätigkeiten an einem leidensgerechten Arbeitsplatz mit der Möglichkeit zum gelegentlichen Wechsel zwischen gehender, stehender und sitzender Körperhaltung oder auch in überwiegendem Sitzen vollschichtig zumutbar.  Heben, Tragen und Bewegen mittelschwerer bis schwerer Lasten, sowie Bücken, Hocken, Knien, bzw. vornübergeneigte Körperpositionen sind auszuschließen.

Damit ist es amtlich – die Altenpflege ist für immer ad acta gelegt für mich. Das wusste ich schon vorher – aber es ist nun mal so, das was du schwarz auf weiß besitzt…..

Doch leider war es das auch schon – denn da nicht klar ist, ob die Rentenversicherung nicht doch als Leistungsträger eintritt – erst med. Reha und dann Teilhabe am Arbeitsleben – kann das Arbeitsamt mir erstmal nicht wirklich helfen. Wird dem Widerspruch nicht statt gegeben, dann kann/wird die Arbeitsagentur mir eine Maßnahme zur Umschulung zur MFA genehmigen. Bisdahin soll ich im Monat 5 Bewerbungen losschicken, und sehen was kommt. Eigentlich kein Problem – Bewerbungsmappen habe ich gerade bei Amazon bestellt und Zeugnisse, Lebenslauf und Anschreiben sind schnell fertig und ausgedruckt – denn diese Dinge habe ich alle schon in den letzten Monaten vorbereitet, bzw. alle Zeugnisse und Nachweise eingescannt – doch mit den geeigneten Stellen, die für mich in Frage kommen, sieht es eher mau aus. Um z.B. in einer Arztpraxis als Sprechstundenhilfe (MFA) zu arbeiten, fehlen mir einfach noch bestimmte Dinge, die sehr relevant sind, für diesen Beruf.