Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

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Ich bin eine Powerfrau

Ich freu mich einfach mal!

Als ich vor vier Monaten eine Bewerbung an meine neue Arbeitsstelle schickte, war ich so unsicher – mein Selbstbewusstsein lag auf dem Boden. Unsicher wegen meiner Adipositas, meines Aussehens, wie werde ich vom Gegenüber wahrgenommen……

Gestern war dann Weihnachtsfeier bei uns im Unternehmen. Erst gab es Zahlen und Fakten – interessant, aber wir hatten Hunger – von daher war unsere Aumerksamkeitsspanne eher gering. Als das Büffet eröffnet wurde, ging der Run auf ein wirkliches Schlemmermenü los…ich habe in Lachs geschwelgt….so lecker und der Nachtisch…eine Wucht…..

Das schönst waren aber die lobenden Worte unseres stellvertretenden Regionalcheffes…auch wenn ich ihn so selten sehen würde, er wäre über meine Leistungen und mich sehr gut informiert und alles wäre Positiv! Als er, im Sommer, meine Bewerbung gelesen hatte, hätte er gewusst, das ich eine Powerfrau sei und meine Bewerbung unter sehr vielen absolut herausstach….und es würden im meinem Bereich noch ganz viele Projekte ausstehen und ich solle mich in 2012 auf viel Arbeit gefasst machen.

In den drei Monaten, in denen ich jetzt dort arbeite, habe ich nicht einmal einen bösen oder auch gutmeinenden Komentar über meine Adipositas gehört, sie ist da, aber sie macht mich nicht aus. Eigentlich im Gegenteil, ich werde dort als Mensch und sogar als Frau wahr genommen. Also bin ich dann gestern zum 2. mal mit Tränen der Freude nach Hause gefahren………

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Alles fein, alles chic

Familie:

Das große Kind erhält jetzt Unterstützung in Sachen  Berufsausbildung. Ich hoffe, das dies dann bald Früchte trägt und sie wieder anfangen kann, auf eigenen Füßen zu stehen. Trotzdem hält es sie nicht davon ab, sich manchmal wie eine 7 Jährige zu verhalten…..oder warum muss sie bei der Kleinen aus dem Adventskalender Süssigkeiten rauspulen? Dabei war ihr Kalender ebenfalls vorhanden, sie hatte nicht mitbekommen, das es ihrer war, sondern hatte gedacht, das es meiner sei und sie keinen bekommen habe…..als sie ihren Fehler bemerkt, hat sie die fehlenden Schokistücke wieder in den Kalender eingebaut und die zwei haben die Kalender getauscht……Pänz!

Das kleine Kind ist erkältet und hat Ohrenschmerzen, aber alles im Rahmen. Auch ihr Kiefer ist, nach einem Schlag von einem Mitschüler, wieder schmerzfrei. In der Schulle allerdings schlägt das noch Wellen….

ER hat, wie immer eigentlich, viel um die Ohren und das wir kommt oft genug zu kurz.

Zwischen meiner Mum und mir gibt es im Moment wieder eine Annährerung – ein ganz zarte Pflänzchen…

Arbeit:

Die Einarbeitungsphase ist abgeschlossen. Ich habe weiter Spaß an meiner Arbeit mit den Jugendlichen, obwohl ich schon von meiner Chefin gesagt bekommen habe, das ich mich mehr durchsetzen soll und nicht immer soooo gutmütig. Ich arbeite daran….

Gesundheit:

Aktuelle Blutwerte alle in Ordnung – nur ein Entzündungswert leicht auffällig, aber bei dem immer wiederkehrendem Erysipel eigentlich kein Wunder. Die Krankenkasse hat sowohl das Lymphgerät als auch die Strümpfe genehmigt. Jetzt hoffe ich, das dies – zusammen mit der manuellen Lymphdrainage – eine erhebliche Besserung des Lip/Lymphödems bringt. Nächste Woche werde ich hoffentlich beides erhalten.

Mein Rücken war für längere Zeit in den Hintergrund gerückt, aber im Moment habe ich immer mal wieder deutlichere Schmerzen und so muss ich auch hier weiter dran bleiben. Die Überweisung für den Orthopäden habe ich bereits in meiner Handtasche, ich muss jetzt nur noch sehen, das ich dort hinkomme und mir die Verordnung zur KG abhole.

Momentan ist meine Pysiotherapeutin sowieso meine beste ‚Freundin, da ich sie mind. 2 x in der Woche für eine Stunde sehe. Wir sind sogar – nach genau 2 Jahren- beim Du angekommen. Ich meine, sie kennt meinen Körper mittlerweile mit all seinen Baustellen. Die Lymphdrainage muss bei mir eben auch über den Bauch verlaufen, da die große Narbe am Bauch ja die Ursache dafür ist.

Gewicht:

Es geht gaaaanz langsam abwärts, und das ist gut so.

Psyche:

Ich beschäftige mich derzeit ganz bewusst mit meinem „inneren Kind“ und meinen Erlebnissen aus meiner Kindheit. Ich finde es sehr schwierig, aber so langsam verstehe ich einige Mechanismen und Vorgänge in mir selber und arbeite daran diese Verhaltensmuster zu ändern. Und ich glaube, wenn ich das geschafft habe, geht es für mich entgültig in den Weg in ein schlankes Leben.

 

 

Freitag

Kennt ihr dieses Gefühl? Wenn man etwas geschafft hat, etwas erreicht hat? Oder einfach nur wahnsinnig glücklich ist? Das Gefühl, das wie Luftbläschen im Bauch kribbelt und einem den Atem verschlägt?

Heute hatte ich dieses irre Glücksgefühl in mir, als ich von der Arbeit nach Hause fuhr! Seit Jahren hatte ich das schon nicht mehr, eine ganze Zeit habe ich nichts gefühlt – innerlich wie tot – zumindest im Bereich meiner Arbeit. Irgendwie vollkommen abgestumpft und interessenlos. Jetzt weiß ich auch wieder wie das geht – vor Glück zu weinen!

Sieben Arbeitstage habe ich jetzt hinter mir.

Ich habe:

  • sehr, sehr viel Neues gelernt
  • festgestellt, das Learning by Doing immer noch die effektivste Methode ist, einen neuen Bereich kennenzulernen
  • viel Papierkrieg geführt
  • viel Spaß gehabt
  • viel gelacht
  • Stress gehabt
  • mich kaum geärgert
  • ein paar Dinge noch nicht ganz verstanden
  • Diskussionen geführt
  • mir keinen Bären aufbinden lassen
  • mich gefreut und war manches mal wirklich entsetzt
  • alle alten Ängste verloren und ein paar neue hinzugewonnen

Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Arbeitswoche – wobei ich aber sagen muss, das ich froh bin, wenn diese dann ebenfalls vorbei ist und ab dann meine 28 Stunden Woche einsetzt.

Trotzdem bin ich heute wirklich am Ende meiner Kräfte – Geistig und sogar körperlich. Ich habe Muskelkater vom Treppensteigen – mein Fachbereich liegt im 2. Stockwerk, das Büro im 1. Stockwerk  (genauso wie der Kopierer) und das Angestellten – WC im Erdgeschoss. Also laufe ich mehrfach am Tag rauf und runter…..und das die ganze Woche….aber es hat dafür Wirkung auf meiner Waage *freu*

Interessanter Weise habe ich derzeit kaum Rückenschmerzen – ich nehme zwar brav weiter meine Medikamente, ohne geht es nicht – aber die Schmerzen behindern mich nicht in meiner Arbeit – und das ist eigentlich das Schönste an der Sache.

Heute und Morgen

Heute war mein letzter Tag in der Arbeitslosigkeit. Schon in den letzten Tagen war ich sehr angespannt und habe schlecht geschlafen. Gestern ging es mit Baldrian einigermaßen. Trotzdem bin ich seit Dienstag bereits zur neuen Aufstehzeit aus den Federn gekrochen – bäh, 6:15 Uhr oder positiv gesehen darf  ich eine halbe Stunde länger schlafen, als früher zum Frühdienst.

Vorgenommen für meine Ernährung im Berufsleben habe ich mir folgendes:

  • Ich werde morgens Frühstücken! Zur Zeit esse ich gerne Magerquark, cremig gerührt mit Leinöl, Süßstoff (ja, ich weiß ist nicht optimal, aber ich brauchs süß und Zucker will ich nicht) und Wasser, dazu kommt dann geschroteter Leinsamen, Haferflocken, Weizenkleie, Rosinen und eine Banane. Natürlich darfs auch mal ein Brot oder so sein.
  • Zum Mittag nehme ich mir in meiner neuen Brotdose ein Brot mit irgendeinem leckeren Belag und etwas Obst oder Gemüse mit.
  • Abends wird dann um zwischen 18 und 19 Uhr gekocht und gegessen – wenn ich meinen freien Tag habe, können wir das ja nach Bedarf tauschen
  • Ich esse nicht zwischendurch
  • Ich esse weiter vom kleinen Teller
  • Und lasse mir 10 Minuten Zeit vorm Nachschlag
  • ich gehe Montags oder Mittwochs, Freitags und Samstag oder Sonntag schwimmen.

Das ist jetzt die Theorie, ich hoffe das ich das so umsetzten kann – vielleicht verabschieden sich dann mal wieder ein paar Kilos.

Gestern hatte ich mal wieder mit der Endokrinologie telefoniert, der Bericht war noch nicht angefertigt….weil ich nicht im Computer zu finden war…argl…dabei hatte ich direkt nach dem letzten Telefonat mit Doc M. in der Anmeldung angerufen und mich aufnehmen lassen. Aber der gute Mensch dort hat bei meinem Namen einen Buchstaben vergessen und so war ich für die Endokrinologin nicht vorhanden im System. Da das aber kein Einzelfall mit unserem Namen ist , habe ich der Ärztin gesagt wo sie mal schauen könnte – und siehe da, ich war da.

Der Arzt der mich im Juli untersucht hatte, hatte ja bereits eine latente Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert – die Ärztin hat das anhand der ihr vorliegenden Blutergebnisse nochmal bestätigt und will mir direkt ein Rezept für das fehlende Hormon mitschicken. Das find ich ja mal richtig klasse. Sie hat mich nach bestimmten Symtomen gefragt, wie Antriebsschwäche und Müdigkeit – konnte ich alles bestätigen und hoffe das sich diese Dinge wieder normalisieren.

Ebenfalls gestern habe ich meinen Widerspruch bei der Rentenversicherung zurückgenommen – ich denke zum einen nicht, das eine med. Reha bewilligt worden wäre und zum anderen habe ich auch ohne Rentenversicherung erreicht, was ich wollte:

  • ich habe eine Arbeitsstelle ausserhalb der Pflege, in der ich nicht mehr schwer heben muss
  • mit den Rückenschmerzen komme ich im Moment zurecht – sie sind da, aber sie beherrschen mich nicht mehr
  • ich habe auch so zumindest 6 kg abgenommen – und weitere werden folgen *sicherbin*

Und es wäre doch schön blöd gewesen, wenn ich meinem neuem AG in 3 Wochen hätte sagen müssen, ich bin dann mal zur Reha……ne, will ich nicht – es reicht schon, wenn ich ggf. die OP machen lasse – aber da werde ich gerne ein paar Urlaubstage opfern.

Morgen ist dann der Beginn eines neuen Abschnitts. Ich freue mich sehr, bin aber auch sehr angespannt, wie es in den ersten Tagen/Wochen laufen wird. Die Themen an sich sind kein Problem – eher das Administrative…..

Jobangebot?

Nachdem ich in letzter Zeit einige  vier Bewerbungen losgeschickt habe, hatte ich gestern das erste Jobinterview.

Ein großes Unternehmen hat eine Stelle als Ausbilderin ausgeschrieben – Schulabgänger sollen Ausbildungsfit für das Gesundheitswesen gemacht werden.

Hmm, was soll ich sagen?

Es ist gut bis sehr gut gelaufen. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, das mein Gewicht in irgendeiner Form zum Thema würde – aber, es wurde nicht beachtet oder kommentiert, es war, als wäre es gar nicht da….ein tolles Gefühl! Ich hoffe, die Jugendlichen sehen das ähnlich, aber da habe ich doch so meine Zweifel…..

Nun überlege ich, will ich das so?

Seit ich meine Ausbildung gemacht habe, habe ich immer gerne angeleitet, gezeigt und erklärt. Mir wird auch nachgesagt, das ich komplizierte Sachverhalte einfach erklären kann. Unterricht zu geben bei meinen Kollegen in Form von Seminaren und auch Ausbilden von Schülern – alles schon gemacht….aber vor einer Klasse Jugendlicher im Alter von 16 bis 25 zu stehen, das ist eine andere Hausnummer. Es ist eine Herausforderung!

Von den Arbeitszeiten würde die Stelle gut zu mir und meiner Familie passen – 3 Tage in der Woche Vollzeit. Sieist nur 25 km entfernt und auch mit Bus und Bahn ganz gut zu erreichen.

Es ist mein dritter Versuch in den Unterrichtsbereich zu kommen und jetzt….habe ich Muffensausen…..vielleicht legt sich das am nächste Woche – da gehe ich einen Tag in den Unterricht einer Kollegin und werde mir alles ansehen.

Die OP werde ich natürlich trotzdem vorantreiben. Aber ich weiß auch, wenn ich meinen Kopf ausgefüllt habe, ist da kein Platz um an Essen zu denken – und auch keine Zeit mehr *g*