Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Archiv für Mai, 2011

Und weiter geht es

Heute war ich bei der Ernährungsberatung. War ich vorher voll gemischter Gefühle – was mir erzählt wird, was ich alles nicht mehr darf, was ich alles falsch mache etc. – so bin ich jetzt beruhigt und voller Motivation. Ich werde zum ersten Mal an meinem Eßverhalten arbeiten – damit ich wieder genußvoll essen kann, auch in Hinsicht auf die Adipositasoperation – damit ich nicht Kalorien zählen muss, sondern mich ausgewogen und lecker ernähren kann.

Besonders hat mir Gefallen, das ich mit Fr. N. sofort ins Gespräch gekommen bin. Da war kein unangenehmes Gefühl – nur kurz als ich zum Schluß auf die Waage sollte, aber auch das wurde nicht kommentiert.

Nur zwei Verhaltensänderungen hat sie mir mit auf den Weg gegeben: Gegessen wird am Esstisch/Balkontisch und ich soll das Volvic mit dem Geschmack weglassen – stattdessen eines ohne Zucker trinken. Also werde ich nicht mehr am PC essen….das wird eine große Umstellung für mich.

Jezt habe ich viele Zettel zum ausfüllen – 2 x Ernährungsprotokoll – einmal für den Chirurgen und einmal für die Ernährungsberaterin. Wobei das Protokoll der Ernährungsberaterin einige andere Dinge beachtet, als das für den AC. Auch meine Vorliebe und Abneigungen muss ich für sie aufschreiben, genauso wie meinen Sport.

Gestern habe ich dann versucht einen Termin bei einem Endokrinologen zu bekommen – toll, erst im Dezember etwas frei. Aber in der Uniklinik in Bonn ist auch eine Endokrinologie, da werde ich morgen früh mal mein Glück versuchen, um diese Seite der Adipositas auszuschließen. Werde ich dort auch keinen Termin in naher Zukunft bekommen, muss ich erstmal sehen was ich mache.

Diese Dinge für den Antrag laufen schon/sind erledigt:

Sport – Nachweis über 2- 3 mal in der Woche

Ernährungsberatung – läuft

Hausärztl. Betreuung – läuft nicht ganz so optimal, denn sie könnte mit Sicherheit auch die Blutuntersuchung machen, will aber nicht – schreibt aber eine Stellungnahme

Psychotherapie – läuft auf jeden Fall nach der OP, Attest bekomme ich Anfang Juni

Das muss ich noch erledigen:

Termin in Düsseldorf wahrnehmen

Termin in Wesseling machen

Termin bei einem Endokrinologen machen

Weight Watchersnachweis anfordern

Advertisements

Sichtweise

Irgendwie muss ich eine andere Sichtweise auf die Sache mit der Adipositasoperation und die Ernährungsberatung bekommen. Gestern habe ich mich wieder sehr eingehend mit allem beschäftigt und ja auch die Ernährungsberaterin angerufen. (mehr …)

Et lööpt (Es läuft)

Ich bin gerade wahnsinnig stolz auf mich und wie elektrisiert! Ich habe nächste Woche einen Termin zur Ernährungsberatung! Damit habe ich die dritte Säule des MMK in Angriff genommen!

Heute sind die Unterlagen des St. Martinus Krankenhauses gekommen. Ein Formular über mehrere Seiten muss ich ausfüllen, dann muss ich noch zu meiner Ärztin wegen einer Blutuntersuchung, einem Einweisungsschein in die Chrirurgie, sowie einer Verordnung über Ernährungsberatung. Die Beraterin  meinte mit einem BMI von über 60 sind die Chancen gut die OP bewilligt zu bekommen – vielleicht auch ohne die vollen 6 Monate MMK!

Überwunden

Habe ich meine Angst und habe mir einen Termin zum Erstgespräche gemacht. Der ist sogar direkt Anfang Juni – gar nicht soviel Zeit mehr zum Grübeln. Mit einem Essensprotokoll habe ich gestern angefangen. Seltsam, es soll ja erstmal nur notiert werden, was ich so am Tag esse.  Aber schon durch das Aufschreiben, kontrolliere ich mich. Weil das liest ja einer….hmmmm, eigentlich ist es ja gut so – aber ist doch auch nicht so ganz Sinn und Zweck dieses Protokolls?

Er und ich sind uns im Moment sehr nahe. Es fühlt sich gut und richtig an. Ich bin froh, das er so ist, wie er ist. Ein wenig stoffelig in manchen Dingen – übersieht manchmal mein Seelenleben, kleine Aufmerksamkeiten sind rar – aber deshalb um so wertvoller. Ich schätze seine Gradlinigkeit und seinen Humor, genauso wie seine Art auf mich einzugehen. Durch ein erschreckendes Erlebnis innerhalb unseres Freundeskreis sind mir diese Dinge mal wieder bewusst geworden. Ich frage mich, seit ein paar Tagen, wie kann ein Mensch – einerseits aufmerksam, hilfsbereit, freundlich, sich in einen unbeherrschten, uneinsichtigen, angsteinflößenden und rabiaten Menschen verwandeln?  Der in bestimmten Punkten jegliche Grenzen überschreitet? Ich verstehe es einfach nicht…..

Wochenende und so

Seit letzter Woche habe ich wieder Akupunktur – leider merke ich zwar direkt nach den Terminen eine gewisse Erleichterung, aber das hält noch nicht lange an. Auf die längeranhaltende Wirkung der Nadeln kann ich – wie im letzten Jahr – erst gegen Ende der geplanten Termine hoffen.

Am Wochenende waren wir mal sehr kurzfristig in Hamburg – wir konnten das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Es war sehr schön, die Kleine hat den Kurztrip sehr genossen. Auch das wir die Hunde mit ins Mobilheim auf dem Campingplatz nehmen konnten, hat Zuhaue einige Logistikprobleme gemindert.

Das Mobilheim war sehr schön – nagelneu, anscheinend erst einmal benutzt. Das Kochgeschirr sah noch aus wie gerade von IKEA gekauft. Auch alles andere hübsch und neu – Aber sehr eng alles und ein MPW und ein Pfundskerl zusammen in einem 1,60 m Bett war sehr lustig. Wir gut, das wir uns so gut verstehen *lach*

Aber ich habe auch gemerkt, das es zur Zeit nicht so geht wie ich das will – ich kann nicht mehr stundenlang durch die Stadt laufen, es geht nicht ohne Schmerzen. Ich fühle mich eingeschränkt – ich will wieder am Leben teilnehmen. Ich würde so gern mal wieder auf ein Konzert gehen, aber ich kann nicht so lange stehen. Ich möchte in Hamburg alle Sehenswürdigkeiten sehen und nicht nur daran vorbeifahren, ich will mal wieder in den Zoo.

Ich will das, ich kann das und ich werde das schaffen! Verdammt noch mal!

Und jetzt werde ich mich selbst in den Hintern treten, und die Ärzte anrufen. Adipositaschirurgen, Endokrinilogen, Gynäkologen usw.

Krisengespräch

Heute war das Krisengespräch mit der Psychotherapeutin. Ich muss sagen, es hat mir sehr gut getan – vor allem bestätigt bekommen, das meine Denkweisen ja doch nicht falsch sind.

Wir hatten zwei Themen – meine Adipositas und die Probleme mit der Großen.

Sie wird mich unterstützen, was die geplante Operation betrifft. Sie findet, das ich von meiner Persönlichkeit und von meinen Erzählen keine Anzeichen für eine Essstörung aufweist, dies wird sie mir auch in einem Attest bestätigen. Ebenso, das ich im Anschluss an die OP bei ihr eine Therapie machen werde. Ich habe mir überlegt, das ich mir zwei Meinungen von Adipositaschirurgen holen werde – einmal Dr. Schlensak, der ja jetzt in Düsseldorf operiert und Dr. Saad, der in Gummersbach Chefarzt ist. Vom Gefühl her tendiere ich eher zu Dr. Schlensak – ich habe schon soviel positives über ihn gelesen und 150 Operationen/Jahr im Bereich Adipositas ist auch ein ausschlaggebender Punkt für mich. Aber es muss ja auch das Menschliche stimmen und deshalb werde ich mir zwei Meinungen einholen. Ich bin so froh – ein Punkt, der mir unheimlich war ist abgehakt.

Zu dem Problem mit meiner Großen, hat die Therapeutin einige Gedaken geäußert, die ich auch schon hatte, aber wieder verworfen hatte – so Richtung Spätpupertät….das trifft es wohl auch. Auch das ich bei Konflikten mit meinen Eltern immer wieder in die Kindchenrolle falle, habe ich mit ihr besprochen – sie hat mir Tipps gegeben, wie ich das vermeiden kann – hoffentlich kann ich sie umsetzten.

Im großen und ganzen fühle ich micht heute gut – ich merke, das ich wieder was für mich tue. Gester war ich Schwimmen und Sauna, direkt im Anschluß hatte ich wieder einen Massagetermin und nächste Woche darf mich der Orthopäde wieder mit seinen Akupunturnadeln spicken. Ich hoffe, der Schmerzmittelverbrauch wird dann wieder sinken.