Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Archiv für August, 2011

Heute und Morgen

Heute war mein letzter Tag in der Arbeitslosigkeit. Schon in den letzten Tagen war ich sehr angespannt und habe schlecht geschlafen. Gestern ging es mit Baldrian einigermaßen. Trotzdem bin ich seit Dienstag bereits zur neuen Aufstehzeit aus den Federn gekrochen – bäh, 6:15 Uhr oder positiv gesehen darf  ich eine halbe Stunde länger schlafen, als früher zum Frühdienst.

Vorgenommen für meine Ernährung im Berufsleben habe ich mir folgendes:

  • Ich werde morgens Frühstücken! Zur Zeit esse ich gerne Magerquark, cremig gerührt mit Leinöl, Süßstoff (ja, ich weiß ist nicht optimal, aber ich brauchs süß und Zucker will ich nicht) und Wasser, dazu kommt dann geschroteter Leinsamen, Haferflocken, Weizenkleie, Rosinen und eine Banane. Natürlich darfs auch mal ein Brot oder so sein.
  • Zum Mittag nehme ich mir in meiner neuen Brotdose ein Brot mit irgendeinem leckeren Belag und etwas Obst oder Gemüse mit.
  • Abends wird dann um zwischen 18 und 19 Uhr gekocht und gegessen – wenn ich meinen freien Tag habe, können wir das ja nach Bedarf tauschen
  • Ich esse nicht zwischendurch
  • Ich esse weiter vom kleinen Teller
  • Und lasse mir 10 Minuten Zeit vorm Nachschlag
  • ich gehe Montags oder Mittwochs, Freitags und Samstag oder Sonntag schwimmen.

Das ist jetzt die Theorie, ich hoffe das ich das so umsetzten kann – vielleicht verabschieden sich dann mal wieder ein paar Kilos.

Gestern hatte ich mal wieder mit der Endokrinologie telefoniert, der Bericht war noch nicht angefertigt….weil ich nicht im Computer zu finden war…argl…dabei hatte ich direkt nach dem letzten Telefonat mit Doc M. in der Anmeldung angerufen und mich aufnehmen lassen. Aber der gute Mensch dort hat bei meinem Namen einen Buchstaben vergessen und so war ich für die Endokrinologin nicht vorhanden im System. Da das aber kein Einzelfall mit unserem Namen ist , habe ich der Ärztin gesagt wo sie mal schauen könnte – und siehe da, ich war da.

Der Arzt der mich im Juli untersucht hatte, hatte ja bereits eine latente Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert – die Ärztin hat das anhand der ihr vorliegenden Blutergebnisse nochmal bestätigt und will mir direkt ein Rezept für das fehlende Hormon mitschicken. Das find ich ja mal richtig klasse. Sie hat mich nach bestimmten Symtomen gefragt, wie Antriebsschwäche und Müdigkeit – konnte ich alles bestätigen und hoffe das sich diese Dinge wieder normalisieren.

Ebenfalls gestern habe ich meinen Widerspruch bei der Rentenversicherung zurückgenommen – ich denke zum einen nicht, das eine med. Reha bewilligt worden wäre und zum anderen habe ich auch ohne Rentenversicherung erreicht, was ich wollte:

  • ich habe eine Arbeitsstelle ausserhalb der Pflege, in der ich nicht mehr schwer heben muss
  • mit den Rückenschmerzen komme ich im Moment zurecht – sie sind da, aber sie beherrschen mich nicht mehr
  • ich habe auch so zumindest 6 kg abgenommen – und weitere werden folgen *sicherbin*

Und es wäre doch schön blöd gewesen, wenn ich meinem neuem AG in 3 Wochen hätte sagen müssen, ich bin dann mal zur Reha……ne, will ich nicht – es reicht schon, wenn ich ggf. die OP machen lasse – aber da werde ich gerne ein paar Urlaubstage opfern.

Morgen ist dann der Beginn eines neuen Abschnitts. Ich freue mich sehr, bin aber auch sehr angespannt, wie es in den ersten Tagen/Wochen laufen wird. Die Themen an sich sind kein Problem – eher das Administrative…..

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Nachts

Ich kann nicht schlafen, so viele Gedanken kreisen in meinem Kopf:

 

  • berufliche Dinge – wie wird es sein, der erste Arbeitstag nach fast 2 Jahren Zuhause? Werde ich das schaffen körperlich? Wie werden die Auszubildenden sein? Wie werden die Reaktionen auf mein körperliches Manko sein? Habe ich die Gelassenheit angemenssen – am besten gar nicht darauf zu reagieren?  Wie werden sich die ersten 2 Wochen gestalten? Wie bekomme ich die Ausbildungsinhalte aus meinem Kopf in einen passende Anleitung gebaut?
  • Familiendinge – wie wird die Kleine es verkraften, täglich in die Mittagsbetreuung zu gehen? Wie werden wir trotzdem den Haushalt vernünftig gewuppt bekommen? Werde ich die Zeit meinen – wichtigen – Sport zu machen? Wie geht es weiter mit meiner Großen?
  • meine OP – wie kriege ich das mit meiner Berufstätigkeit dann unter einen Hut – ich will nicht direkt am Anfang längere Zeit ausfallen, warum sind die Blutergebnisse noch nicht angekommen…ich muss nochmal da anrufen?
  • morgen/heute habe ich einen Termin mit meiner Ernährungsberaterin, die Dinge, die wir beim letzten Mal besprochen hatten – ich halte sie nicht immer ein, die Waage hat sich nicht nach unten bewegt, ich mag da morgen nicht auf die Waage steigen, ich brauche noch Zeit bis zum nächsten Besuch bei ihr – doch auf meine Mail ist noch keine Antwort gekommen, also anrufen

 

Auch Erinnerungen lassen mich nicht schlafen –

  • unser Hochzeitstag, der 18., war schön heute, harmonisch – es gab keine Rosen, da wir heute morgen seeeehr lange geschlafen hatten, aber wir waren mit der Kleinen wunderbar beim Chinesen essen …
  • ich habe heute Bilder geschaut mit meiner Kleinen, sie wollte wissen wie ich als Baby ausgesehen habe
  • Bilder von meinem Bruder gesehen, auch den Zeitungsartikel habe ich nochmal gelesen. Kaum zu glauben, das er am 08.09 seit 20 Jahren tot ist. Die Erinnerungen an diese Tage sind immer noch gestochen scharf, ich kann auf die Minute genau sagen, was ich an diesem Tag gemacht habe, wobei die Beerdigung mir komplett fehlt und auch die erste Zeit hinterher.

Eine Bilder Geschichte

Wie? Was? Post für mich? Wo? Nu gib schon her!

Und wie geht das jetzt auf? Mein Gott, bist du wieder langsam…..Frauchen mach hinne und flirte nicht noch mit dem Postboten…

Was ist das denn? Huch….da steht ja mein Name drauf…..

Hmm, riecht gut….nach der Stadt, in die Herrchen und Frauchen so gern fahren……

Na, das sind doch meine Farben, oder?

Das sieht chic aus….Frauchen, hör auf mit den Bilder machen und lass uns Gassi gehen!

Lachen und Weinen

Durch einen Blogeintrag von Schnakeline fiel mir wieder eine Liedzeile meiner Lieblingsband ein…..

jet Spass un Freud dat hät noch keinem Minsch jeschad, denn die Trone die do laachs muß de net kriesche

auf Hochdeutsch: etwas Spass und Freude hat noch keinem Menschen geschadet, denn die Tränen die du lachst, brauchst du nicht zu weinen…..

 

Und gelacht habe ich am Wochenende viel – wie immer wenn wir mit unseren Freunden zusammen sind. Samstag bei meiner Freundin und Sonntag gemeinsam mit Freunden beim Chinesen.

Auch Tränen gab es bei meiner Kleinen, da unsere schwarze Katze das ganze Wochenende verschollen war und wir schon befürchteten, das sie unters Auto gekommen sei.  Auch mir war es schon schwer ums Herz, da sie meine Herzenskatze ist. Doch heute morgen weckte uns ein sehr ungnädiges Fauchen gegenüber unserem Katerchen und Madame saß im Fenster,  verlagte nach Einlaß, Futter und Streicheleinheiten – seitdem dies erledigt ist, ruht sie auf der Couch und lässt es sich gut gehen.

Ich denke mal, das sie in einer der Garagen durch einen Nachbarn unwissentlich am Freitag eingesperrt wurde und heute als er zur Arbeit fuhr wieder frei gelassen wurde.

JAAAAAAAA *Schrei*

ICH HABE IHN!!!!!!!!!!!!!!

Gerade kam der Anruf – ich hab den Job! Ich kanns gar nicht glauben…ich bin vollkommen von den Socken und freu mich sooooooo…….lallalalala…ich hab nicht nur wieder eine Arbeit….sondern ich darf  Unterrichten!

Das ist sooooo toll!!!

Ok, jetzt werde ich wieder sachlich! Schließlich bin ich jetzt eine Lehrerin (oder so) *g*

Vertrag und Antrag für das Jobticket kommen in den nächsten Tagen und am 01.09.2011 darf ich anfangen.

OH, GOTT *kreisch* ich hab noch soviel zu tun….ich muss noch Unterrichtsthemen erarbeiten und ich will meinen bestellten Stoff noch zu einer Fleecejacke, 2 Hosen und 1 Shirt verarbeiten…..ich glaub das virtuelle Leben wird in den nächsten Wochen ziemlich brach liegen *lach*

So war er, der Ausflug

Heute morgen ging es um 8 Uhr los mein Ausflug in die Arbeitswelt.  Pünktlich war ich da und wurde auch direkt von einer sehr netten Kollegin in Empfang genommen. Die Azubis wurden erstmal von ihr und einer Kollegin mit Aufgaben und Arbeitsanweisungen versorgt, dann wurden mir alle Räumlichkeiten gezeigt.

Natürlich machte mir der Praxisraum besonders viel Spass – standen dort doch Pflegebetten mit den verschiedensten Dummies. Alles was das Herz begehrt, ist dort zur praktischen Anleitung zu finden. Nachdem ich noch einige Unterlagen und Rahmenlehrpläne kopiert hatte, ging es noch zur Verwaltung – noch eimal diverse Kleinigkeiten besprechen. Eventuell werden es sogar 3, 5 Tage/Woche, die ich arbeite. Sonst wird mir das Finanzielle einfach zu eng.

Ende der Woche werde ich wissen, ob sie sich für mich entschieden haben…. Ich bin richtig gespannt -ich würde es gerne machen

Ausflug in die Arbeitswelt

Morgen steht er an meinerster Auflug in die Arbeitswelt seit 18 Monaten. Ein bisschen mulmig ist mir ja schon. Wie immer wenn ich auf eine größere Gruppe von Menschen treffe, die einen erstmal nach dem Äußeren bewerten. Da kommt meine eigene Unsicherheit hoch, mein schlechtes Selbstwertgefühl spielt dann auch noch mit und schon ist die Anspannung in mir wieder mal da.

Laut Freunden und meinem Mann merkt man nach außen nix von meinen Unsicherheiten und Ängsten – ich käme locker, freundlich und voller Selbstbewusstsein daher. Find ich ja prima, wenn es so ist…aber warum merke ich selbst nichts davon?

Ich mache mir wieder viel zu viele Gedanken und grübele, wo es nicht nötig ist…..sagt ER.

Gut, dann werde ich das Grübeln aufhören und mir lieber Stoff aussuchen für meine nächsten Nähprojekte – denn im Urlaub bleiben wir Zuhause und da habe ich hoffentlich Zeit mir ein paar Hosen und Shirts zu nähen – mein Kleiderschrank wird sich freuen, was neues zu sehen…..