Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

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Grenzen

Seit ein paar Tagen zeigt mir mein Magen Grenzen auf – er erfüllt wirklich seinen Zweck…..
Ich habe derzeit immer wieder Hunger/ Appetit, genau kann ich es gar nicht sagen. Ich denke, es ist die Kombination von der Umstellung des Körpers und der eigentlich bevorstehenden Periode.
Respektiere ich die Grenzen nicht, geht es Retoure oder ich habe fieses Magendrücken – halte ich die Grenzen ein, ist alles gut und ich vertrage alles. Das Problem ist eben im Kopf, der nicht operiert ist.
Seit gestern mache ich Sport…. Es war so toll, zum ersten Mal wieder walken ohne Schmerzen. Nächste Woche kann ich wieder schwimmen gehen, die Narben sind nach Arnica und Belladonna Globulis sichtlich abgeheilt, hätte ich schon direkt ab OP nehmen sollen, dann wäre schon alles vergessen.
Allein meine Verdauung hinkt derzeit hinterher, ich versuche nun mehr Ballaststoffe einzubauen, ist aber noch schwierig. Aber Quark mit geschrotetem Leinsamen müsste gehen….

Leben 2.0

Gestern war sie endlich im Briefkasten, die Kostenzusage für die Schlauchmagen-Operation. Am 26.8. gehe ins Krankenhaus und am 28.8. werde ich dann operiert. Zum Glück sind es nur noch wenige Tage, die ich noch zum Grübeln habe…..ich muss mir die Gedankenkarussels selbst verbieten…

Ich schaffe es immer wieder….

…… mir neue Baustellen zu schaffen!

Der Rücken ist wie gehabt, mal gute Tage und mal schlechte Tage – es hält sich ganz gut in der Waage. Der Antrag zur Schlauchmagenoperation ist abgegeben und liegt wohl beim MdK. Also alles gut sollte ich meinen.

Aber ich kann nicht einfach und unkompliziert – NEIN! Mir muss ja der Fuß im Sitzen einschlafen, dann muss ich einfach darüber stolpern und dann muss ich mich unbedingt mit ausgestrecktem Arm an einem unserer Esszimmerstühle auffangen. Eigentlich nix passiert, bin gar nicht gefallen, Fuß leicht vertretenen – nicht schlimm….doch halt, was ist das? Meine Schulter brennt wie Hölle und ich kann den Arm nicht mehr richtig und vor allem ohne Schmerzen nach oben bringen??????

Also ab zum Röntgen! Doch die alten Knochen sehen gut und heil aus….also Verdacht auf eine Rotatorenmaschettenverletzung….MRT wäre jetzt angebracht, um genaueres zu wissen. IN SECHS WOCHEN habe ich dann einen Termin….bis dahin muss ich Zähne zusammenbeissen und das Beste draus machen…..

Alles fein, alles chic

Familie:

Das große Kind erhält jetzt Unterstützung in Sachen  Berufsausbildung. Ich hoffe, das dies dann bald Früchte trägt und sie wieder anfangen kann, auf eigenen Füßen zu stehen. Trotzdem hält es sie nicht davon ab, sich manchmal wie eine 7 Jährige zu verhalten…..oder warum muss sie bei der Kleinen aus dem Adventskalender Süssigkeiten rauspulen? Dabei war ihr Kalender ebenfalls vorhanden, sie hatte nicht mitbekommen, das es ihrer war, sondern hatte gedacht, das es meiner sei und sie keinen bekommen habe…..als sie ihren Fehler bemerkt, hat sie die fehlenden Schokistücke wieder in den Kalender eingebaut und die zwei haben die Kalender getauscht……Pänz!

Das kleine Kind ist erkältet und hat Ohrenschmerzen, aber alles im Rahmen. Auch ihr Kiefer ist, nach einem Schlag von einem Mitschüler, wieder schmerzfrei. In der Schulle allerdings schlägt das noch Wellen….

ER hat, wie immer eigentlich, viel um die Ohren und das wir kommt oft genug zu kurz.

Zwischen meiner Mum und mir gibt es im Moment wieder eine Annährerung – ein ganz zarte Pflänzchen…

Arbeit:

Die Einarbeitungsphase ist abgeschlossen. Ich habe weiter Spaß an meiner Arbeit mit den Jugendlichen, obwohl ich schon von meiner Chefin gesagt bekommen habe, das ich mich mehr durchsetzen soll und nicht immer soooo gutmütig. Ich arbeite daran….

Gesundheit:

Aktuelle Blutwerte alle in Ordnung – nur ein Entzündungswert leicht auffällig, aber bei dem immer wiederkehrendem Erysipel eigentlich kein Wunder. Die Krankenkasse hat sowohl das Lymphgerät als auch die Strümpfe genehmigt. Jetzt hoffe ich, das dies – zusammen mit der manuellen Lymphdrainage – eine erhebliche Besserung des Lip/Lymphödems bringt. Nächste Woche werde ich hoffentlich beides erhalten.

Mein Rücken war für längere Zeit in den Hintergrund gerückt, aber im Moment habe ich immer mal wieder deutlichere Schmerzen und so muss ich auch hier weiter dran bleiben. Die Überweisung für den Orthopäden habe ich bereits in meiner Handtasche, ich muss jetzt nur noch sehen, das ich dort hinkomme und mir die Verordnung zur KG abhole.

Momentan ist meine Pysiotherapeutin sowieso meine beste ‚Freundin, da ich sie mind. 2 x in der Woche für eine Stunde sehe. Wir sind sogar – nach genau 2 Jahren- beim Du angekommen. Ich meine, sie kennt meinen Körper mittlerweile mit all seinen Baustellen. Die Lymphdrainage muss bei mir eben auch über den Bauch verlaufen, da die große Narbe am Bauch ja die Ursache dafür ist.

Gewicht:

Es geht gaaaanz langsam abwärts, und das ist gut so.

Psyche:

Ich beschäftige mich derzeit ganz bewusst mit meinem „inneren Kind“ und meinen Erlebnissen aus meiner Kindheit. Ich finde es sehr schwierig, aber so langsam verstehe ich einige Mechanismen und Vorgänge in mir selber und arbeite daran diese Verhaltensmuster zu ändern. Und ich glaube, wenn ich das geschafft habe, geht es für mich entgültig in den Weg in ein schlankes Leben.

 

 

Erstgespräch

Gestern war das Gespräch mit Dr. Schlensak. Ich fühlte mich kompetent beraten und sehr ernst genommen. Er meinte, das es für mich mit meinem hohem BMI nur der Schlauchmagen in Betracht kommen kann. Alles anderes wäre ein zu hohes Risiko – wobei auch der Schlauchmagen eine große Operation ist. Natürlich muss er auf die Risiken hinweisen – die auch nicht zu vernachlässigen sind – immerhin versterben 2 % der Patienten bei der OP. Aber 98 % der Operierten überleben. Ich will positiv denken!

Soweit war er mit allem einverstanden, was ich bereits angeleiert habe und empfahl mir, doch eine SHG zu besuchen *seufz* ich habe es einfach nicht mit solchen Veranstaltungen – aber es wird ja nur eine begrenzte Zeit sein und vielleicht ist es ja auch interessant.

In der Uniklinik in Bonn habe ich tatsächlich einen Termin bei einem Endokrinologen bekommen, sogar schon Anfang Juli!

Jetzt muss ich erstmal wieder Geduld üben – den Antrag will ich erst abschicken, wenn die Untersuchungsergebnisse der endokrinologischen Untersuchung da sind und vielleicht weiß ich dann auch endlich, was mit meiner Reha läuft (oder nicht läuft)…..

Toll wäre natürlich, die Reha würde noch genehmigt – dann würde ich sie ja vor der OP machen und damit fit und etwas leichter in die OP gehen – was das Operationsrisiko wieder senken würde!

Wird die Reha nicht genehmigt, werde ich den Antrag Ende Juli/ Anfang August abschicken und hoffen, das die OP genehmigt wird. Und danach werde ich eben einen neuen Rehaantrag stellen – dann werden sie, sie genehmigen müssen – die 4 Jahre sind rum und mit meinen Beeinträchtigungen steht mir eine medizinische Reha zu.

ER meint ich soll aufhören mir soviele Gedanken und Sorgen zu machen, über alles und jede Kleinigkeit nachzugrübeln. Er hat ja recht, also werde ich mich meinem neuem Hobby widmen: Ich habe das Nähen für mich entdeckt! Wieder entdeckt!

Als Jugendliche hatte ich in der Schule einen Nähmaschinenkurs und von meiner Mutter habe ich mir vieles im Laufe der Jahre abgeschaut – aber bisher hat es mich nicht interessiert….Aber nachdem ich für meine Kleine einige Kissen und Gardienen genäht hatte und innerhalb kurzer Zeit zwei Hosen von mir das Zeitliche gesegnet haben, dachte ich, versuch es doch einfach – die Nähutensilien habe ich ja alle. Also habe ich einen sehr schönen, aber super günstigen Jeansstoff gekauft und einen einfachen Burdaschnitt ausgesucht und – voila – meine erste selbstgenähte Hose ist fertig und für gut befunden! Sie passt sogar – wie angegossen! Selbst das Problem mit meinen unterschiedlich dicken Waden sieht man in dieser Hose nicht, da ich die Hosenbeine etwas weiter gemacht habe, als es im Schnitt vorgesehen war.  Eine Tunika wartet nur noch auf das Umnähen vom Saum und  ich schon einen weiteren Jeansstoff und einen Jerseystoff auf Halde liegen – für eine weitere Hose und ein Shirt. Heute habe ich mir einen Schnitt für eine weite Jacke ohne Knöpfe bestellt – jetzt suche ich nur noch einen passenden Stoff dazu, es soll was edleres sein – für eine Hochzeit geeignet, aber nicht teuer….

Und weiter geht es

Heute war ich bei der Ernährungsberatung. War ich vorher voll gemischter Gefühle – was mir erzählt wird, was ich alles nicht mehr darf, was ich alles falsch mache etc. – so bin ich jetzt beruhigt und voller Motivation. Ich werde zum ersten Mal an meinem Eßverhalten arbeiten – damit ich wieder genußvoll essen kann, auch in Hinsicht auf die Adipositasoperation – damit ich nicht Kalorien zählen muss, sondern mich ausgewogen und lecker ernähren kann.

Besonders hat mir Gefallen, das ich mit Fr. N. sofort ins Gespräch gekommen bin. Da war kein unangenehmes Gefühl – nur kurz als ich zum Schluß auf die Waage sollte, aber auch das wurde nicht kommentiert.

Nur zwei Verhaltensänderungen hat sie mir mit auf den Weg gegeben: Gegessen wird am Esstisch/Balkontisch und ich soll das Volvic mit dem Geschmack weglassen – stattdessen eines ohne Zucker trinken. Also werde ich nicht mehr am PC essen….das wird eine große Umstellung für mich.

Jezt habe ich viele Zettel zum ausfüllen – 2 x Ernährungsprotokoll – einmal für den Chirurgen und einmal für die Ernährungsberaterin. Wobei das Protokoll der Ernährungsberaterin einige andere Dinge beachtet, als das für den AC. Auch meine Vorliebe und Abneigungen muss ich für sie aufschreiben, genauso wie meinen Sport.

Gestern habe ich dann versucht einen Termin bei einem Endokrinologen zu bekommen – toll, erst im Dezember etwas frei. Aber in der Uniklinik in Bonn ist auch eine Endokrinologie, da werde ich morgen früh mal mein Glück versuchen, um diese Seite der Adipositas auszuschließen. Werde ich dort auch keinen Termin in naher Zukunft bekommen, muss ich erstmal sehen was ich mache.

Diese Dinge für den Antrag laufen schon/sind erledigt:

Sport – Nachweis über 2- 3 mal in der Woche

Ernährungsberatung – läuft

Hausärztl. Betreuung – läuft nicht ganz so optimal, denn sie könnte mit Sicherheit auch die Blutuntersuchung machen, will aber nicht – schreibt aber eine Stellungnahme

Psychotherapie – läuft auf jeden Fall nach der OP, Attest bekomme ich Anfang Juni

Das muss ich noch erledigen:

Termin in Düsseldorf wahrnehmen

Termin in Wesseling machen

Termin bei einem Endokrinologen machen

Weight Watchersnachweis anfordern

Et lööpt (Es läuft)

Ich bin gerade wahnsinnig stolz auf mich und wie elektrisiert! Ich habe nächste Woche einen Termin zur Ernährungsberatung! Damit habe ich die dritte Säule des MMK in Angriff genommen!

Heute sind die Unterlagen des St. Martinus Krankenhauses gekommen. Ein Formular über mehrere Seiten muss ich ausfüllen, dann muss ich noch zu meiner Ärztin wegen einer Blutuntersuchung, einem Einweisungsschein in die Chrirurgie, sowie einer Verordnung über Ernährungsberatung. Die Beraterin  meinte mit einem BMI von über 60 sind die Chancen gut die OP bewilligt zu bekommen – vielleicht auch ohne die vollen 6 Monate MMK!

Überwunden

Habe ich meine Angst und habe mir einen Termin zum Erstgespräche gemacht. Der ist sogar direkt Anfang Juni – gar nicht soviel Zeit mehr zum Grübeln. Mit einem Essensprotokoll habe ich gestern angefangen. Seltsam, es soll ja erstmal nur notiert werden, was ich so am Tag esse.  Aber schon durch das Aufschreiben, kontrolliere ich mich. Weil das liest ja einer….hmmmm, eigentlich ist es ja gut so – aber ist doch auch nicht so ganz Sinn und Zweck dieses Protokolls?

Er und ich sind uns im Moment sehr nahe. Es fühlt sich gut und richtig an. Ich bin froh, das er so ist, wie er ist. Ein wenig stoffelig in manchen Dingen – übersieht manchmal mein Seelenleben, kleine Aufmerksamkeiten sind rar – aber deshalb um so wertvoller. Ich schätze seine Gradlinigkeit und seinen Humor, genauso wie seine Art auf mich einzugehen. Durch ein erschreckendes Erlebnis innerhalb unseres Freundeskreis sind mir diese Dinge mal wieder bewusst geworden. Ich frage mich, seit ein paar Tagen, wie kann ein Mensch – einerseits aufmerksam, hilfsbereit, freundlich, sich in einen unbeherrschten, uneinsichtigen, angsteinflößenden und rabiaten Menschen verwandeln?  Der in bestimmten Punkten jegliche Grenzen überschreitet? Ich verstehe es einfach nicht…..

Wochenende und so

Seit letzter Woche habe ich wieder Akupunktur – leider merke ich zwar direkt nach den Terminen eine gewisse Erleichterung, aber das hält noch nicht lange an. Auf die längeranhaltende Wirkung der Nadeln kann ich – wie im letzten Jahr – erst gegen Ende der geplanten Termine hoffen.

Am Wochenende waren wir mal sehr kurzfristig in Hamburg – wir konnten das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Es war sehr schön, die Kleine hat den Kurztrip sehr genossen. Auch das wir die Hunde mit ins Mobilheim auf dem Campingplatz nehmen konnten, hat Zuhaue einige Logistikprobleme gemindert.

Das Mobilheim war sehr schön – nagelneu, anscheinend erst einmal benutzt. Das Kochgeschirr sah noch aus wie gerade von IKEA gekauft. Auch alles andere hübsch und neu – Aber sehr eng alles und ein MPW und ein Pfundskerl zusammen in einem 1,60 m Bett war sehr lustig. Wir gut, das wir uns so gut verstehen *lach*

Aber ich habe auch gemerkt, das es zur Zeit nicht so geht wie ich das will – ich kann nicht mehr stundenlang durch die Stadt laufen, es geht nicht ohne Schmerzen. Ich fühle mich eingeschränkt – ich will wieder am Leben teilnehmen. Ich würde so gern mal wieder auf ein Konzert gehen, aber ich kann nicht so lange stehen. Ich möchte in Hamburg alle Sehenswürdigkeiten sehen und nicht nur daran vorbeifahren, ich will mal wieder in den Zoo.

Ich will das, ich kann das und ich werde das schaffen! Verdammt noch mal!

Und jetzt werde ich mich selbst in den Hintern treten, und die Ärzte anrufen. Adipositaschirurgen, Endokrinilogen, Gynäkologen usw.

Krisengespräch

Heute war das Krisengespräch mit der Psychotherapeutin. Ich muss sagen, es hat mir sehr gut getan – vor allem bestätigt bekommen, das meine Denkweisen ja doch nicht falsch sind.

Wir hatten zwei Themen – meine Adipositas und die Probleme mit der Großen.

Sie wird mich unterstützen, was die geplante Operation betrifft. Sie findet, das ich von meiner Persönlichkeit und von meinen Erzählen keine Anzeichen für eine Essstörung aufweist, dies wird sie mir auch in einem Attest bestätigen. Ebenso, das ich im Anschluss an die OP bei ihr eine Therapie machen werde. Ich habe mir überlegt, das ich mir zwei Meinungen von Adipositaschirurgen holen werde – einmal Dr. Schlensak, der ja jetzt in Düsseldorf operiert und Dr. Saad, der in Gummersbach Chefarzt ist. Vom Gefühl her tendiere ich eher zu Dr. Schlensak – ich habe schon soviel positives über ihn gelesen und 150 Operationen/Jahr im Bereich Adipositas ist auch ein ausschlaggebender Punkt für mich. Aber es muss ja auch das Menschliche stimmen und deshalb werde ich mir zwei Meinungen einholen. Ich bin so froh – ein Punkt, der mir unheimlich war ist abgehakt.

Zu dem Problem mit meiner Großen, hat die Therapeutin einige Gedaken geäußert, die ich auch schon hatte, aber wieder verworfen hatte – so Richtung Spätpupertät….das trifft es wohl auch. Auch das ich bei Konflikten mit meinen Eltern immer wieder in die Kindchenrolle falle, habe ich mit ihr besprochen – sie hat mir Tipps gegeben, wie ich das vermeiden kann – hoffentlich kann ich sie umsetzten.

Im großen und ganzen fühle ich micht heute gut – ich merke, das ich wieder was für mich tue. Gester war ich Schwimmen und Sauna, direkt im Anschluß hatte ich wieder einen Massagetermin und nächste Woche darf mich der Orthopäde wieder mit seinen Akupunturnadeln spicken. Ich hoffe, der Schmerzmittelverbrauch wird dann wieder sinken.

Wird alles gut?

Ja, ich habe Hoffnung!

Gestern hatten wir endlich den Termin in der besagten Klinik.  Die Klinik macht einen freundlichen, fast schon gemütlichen Eindruck – alles sehr farbenfroh. Die aufnehmende Ärztin interessierte sich für uns, sie machte eine komplette Anamnese inkl. alles innerhalb der Familie. Fand ich sehr gut, auch das Gespräch mit J. allein ist gut gelaufen. Die Ziele für den Aufenthalt wurden abgesteckt, erstmal geht es um eine Stabilisierung von J., damit sie wieder am Alltag teilnehmen kann. Eine Traumabewältigung kommt erst dann in Frage, wenn sie bereit dafür ist – und da wird ihr ein von der Klinik vermittelter Therapeut helfen, der sogar in der Nähe unseres Wohnortes ist. Die erste Zeit in der Klinik wird für uns alle hart werden, denn Belastungsproben erfolgen erst nach ca. 3 Wochenenden in der Klinik. D.h. sie kann erstmal nicht über Nacht nach Hause. Auch Besuche in der Woche sind auf einen Nachmittag beschränkt……

Aber ich denke sie hat so die Chance, wieder zu sich selbst zu finden und gesund zu werden. Auch wir haben dann endlich mal die Möglichkeit Abstand zu gewinnen und durchzuatmen, denn genau das fällt uns z.Z. sehr schwer.

Mein Rehaantrag/Widerspruch liegt immernoch/wieder bei der Rentenversicherung – mittlerweile rufe ich mind. einmal in der Woche dort an. Frau hat ja keine anderen Hobbys. Diese Woche war von den Schmerzen her sehr haftig, besonders Dienstag und Mittwoch war es nur schwer zu ertragen – trotz ausreichend Schmerzmittel. Das Tramadol kann ich tagsüber nicht nehmen, ich kann dieses wattige Gefühl im Kopf davon nicht leiden. Aber Abends nehme ich hin und wieder eine – ich muss sagen, dann bin ich mal für ein paar Stunden schmerzfrei – ein geiles Gefühl. Sorgen macht mir nur die Gefahr der Abhängigkeit, aber ich denke im Moment muss ich mir darum keine Gedanken machen. Heute konnte ich dann auch wieder zu meinem geliebten Aquasport – mittlerweile habe ich mir ein Buch mit Übungsanleitungen zugelegt, die ich mir im Moment erarbeite. Dadurch habe ich schon ein richtiges Workout zusammengestellt, bestehend aus Krafttraining und Konditionsaufbau – wobei heute mehr Kraft – und Beweglichkeit an der Reihe waren. Ich muss sagen, langsam zeigt sich die Wirkung meiner Mitgliedschaft im Schwimmbad. Morgen werden ich wahrscheinlich mit der Kleinen schwimmen gehen und ggf. übermorgen wieder allein.

Übermorgen habe ich auch endlich wieder Massage. Und im Mai werde ich mir auf jeden Fall wieder Akupunkturnadeln setzten lassen. Denn danach ging es mir deutlich besser.

Unseren Wohnwagen werden wir nun entgültig abschaffen und dieses Jahr Urlaub auf Balkonien machen – nur einen neuen Quickup – Pool werden wir uns gönnen. Wir haben eine wunderbare Terasse und evtl. habe ich ja bis dahin wieder einen Job. Und evtl. können er und ich unser schönes Zuhause auch eine Zeit allein geniessen – denn die Kinder sind evtl. für 1 – 2 Wochen mit Omma und Oppa, bzw. mit Freunden  unterwegs.

Auch die Kaninchen werden ab nächster Woche neue Besitzer finden. Sie sind für uns nur noch eine Belastung und das ist gegenüber den Ninchen nicht richtig, also werden sich neue Besitzer über sie freuen und sie werden es gut haben.

Arztbesuch

Heute war ich dann mal wieder beim Orthpopäden. Es ist so frustrierend…nachdem mir im Januar keine KG verordnet wurde – weil der Arzt ja nochmal untersuchen müsse und ich dafür bitte mit Termin kommen solle. Tja, die Unter such bestand aus der Frage, was er für mich tun könne, das Ausstellen eines KG- Rezeptes und der Aussage, das ich erst im Mai nochmals zur Akupunktur kommen könne, ansonsten weiter wie bisher – man könne sonst nicht viel machen. War mir klar, aber dafür habe ich jetzt seit Anfang Januar ohne KG/Massage aushalten müssen……