Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

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Freitag

Kennt ihr dieses Gefühl? Wenn man etwas geschafft hat, etwas erreicht hat? Oder einfach nur wahnsinnig glücklich ist? Das Gefühl, das wie Luftbläschen im Bauch kribbelt und einem den Atem verschlägt?

Heute hatte ich dieses irre Glücksgefühl in mir, als ich von der Arbeit nach Hause fuhr! Seit Jahren hatte ich das schon nicht mehr, eine ganze Zeit habe ich nichts gefühlt – innerlich wie tot – zumindest im Bereich meiner Arbeit. Irgendwie vollkommen abgestumpft und interessenlos. Jetzt weiß ich auch wieder wie das geht – vor Glück zu weinen!

Sieben Arbeitstage habe ich jetzt hinter mir.

Ich habe:

  • sehr, sehr viel Neues gelernt
  • festgestellt, das Learning by Doing immer noch die effektivste Methode ist, einen neuen Bereich kennenzulernen
  • viel Papierkrieg geführt
  • viel Spaß gehabt
  • viel gelacht
  • Stress gehabt
  • mich kaum geärgert
  • ein paar Dinge noch nicht ganz verstanden
  • Diskussionen geführt
  • mir keinen Bären aufbinden lassen
  • mich gefreut und war manches mal wirklich entsetzt
  • alle alten Ängste verloren und ein paar neue hinzugewonnen

Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Arbeitswoche – wobei ich aber sagen muss, das ich froh bin, wenn diese dann ebenfalls vorbei ist und ab dann meine 28 Stunden Woche einsetzt.

Trotzdem bin ich heute wirklich am Ende meiner Kräfte – Geistig und sogar körperlich. Ich habe Muskelkater vom Treppensteigen – mein Fachbereich liegt im 2. Stockwerk, das Büro im 1. Stockwerk  (genauso wie der Kopierer) und das Angestellten – WC im Erdgeschoss. Also laufe ich mehrfach am Tag rauf und runter…..und das die ganze Woche….aber es hat dafür Wirkung auf meiner Waage *freu*

Interessanter Weise habe ich derzeit kaum Rückenschmerzen – ich nehme zwar brav weiter meine Medikamente, ohne geht es nicht – aber die Schmerzen behindern mich nicht in meiner Arbeit – und das ist eigentlich das Schönste an der Sache.

Heute und Morgen

Heute war mein letzter Tag in der Arbeitslosigkeit. Schon in den letzten Tagen war ich sehr angespannt und habe schlecht geschlafen. Gestern ging es mit Baldrian einigermaßen. Trotzdem bin ich seit Dienstag bereits zur neuen Aufstehzeit aus den Federn gekrochen – bäh, 6:15 Uhr oder positiv gesehen darf  ich eine halbe Stunde länger schlafen, als früher zum Frühdienst.

Vorgenommen für meine Ernährung im Berufsleben habe ich mir folgendes:

  • Ich werde morgens Frühstücken! Zur Zeit esse ich gerne Magerquark, cremig gerührt mit Leinöl, Süßstoff (ja, ich weiß ist nicht optimal, aber ich brauchs süß und Zucker will ich nicht) und Wasser, dazu kommt dann geschroteter Leinsamen, Haferflocken, Weizenkleie, Rosinen und eine Banane. Natürlich darfs auch mal ein Brot oder so sein.
  • Zum Mittag nehme ich mir in meiner neuen Brotdose ein Brot mit irgendeinem leckeren Belag und etwas Obst oder Gemüse mit.
  • Abends wird dann um zwischen 18 und 19 Uhr gekocht und gegessen – wenn ich meinen freien Tag habe, können wir das ja nach Bedarf tauschen
  • Ich esse nicht zwischendurch
  • Ich esse weiter vom kleinen Teller
  • Und lasse mir 10 Minuten Zeit vorm Nachschlag
  • ich gehe Montags oder Mittwochs, Freitags und Samstag oder Sonntag schwimmen.

Das ist jetzt die Theorie, ich hoffe das ich das so umsetzten kann – vielleicht verabschieden sich dann mal wieder ein paar Kilos.

Gestern hatte ich mal wieder mit der Endokrinologie telefoniert, der Bericht war noch nicht angefertigt….weil ich nicht im Computer zu finden war…argl…dabei hatte ich direkt nach dem letzten Telefonat mit Doc M. in der Anmeldung angerufen und mich aufnehmen lassen. Aber der gute Mensch dort hat bei meinem Namen einen Buchstaben vergessen und so war ich für die Endokrinologin nicht vorhanden im System. Da das aber kein Einzelfall mit unserem Namen ist , habe ich der Ärztin gesagt wo sie mal schauen könnte – und siehe da, ich war da.

Der Arzt der mich im Juli untersucht hatte, hatte ja bereits eine latente Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert – die Ärztin hat das anhand der ihr vorliegenden Blutergebnisse nochmal bestätigt und will mir direkt ein Rezept für das fehlende Hormon mitschicken. Das find ich ja mal richtig klasse. Sie hat mich nach bestimmten Symtomen gefragt, wie Antriebsschwäche und Müdigkeit – konnte ich alles bestätigen und hoffe das sich diese Dinge wieder normalisieren.

Ebenfalls gestern habe ich meinen Widerspruch bei der Rentenversicherung zurückgenommen – ich denke zum einen nicht, das eine med. Reha bewilligt worden wäre und zum anderen habe ich auch ohne Rentenversicherung erreicht, was ich wollte:

  • ich habe eine Arbeitsstelle ausserhalb der Pflege, in der ich nicht mehr schwer heben muss
  • mit den Rückenschmerzen komme ich im Moment zurecht – sie sind da, aber sie beherrschen mich nicht mehr
  • ich habe auch so zumindest 6 kg abgenommen – und weitere werden folgen *sicherbin*

Und es wäre doch schön blöd gewesen, wenn ich meinem neuem AG in 3 Wochen hätte sagen müssen, ich bin dann mal zur Reha……ne, will ich nicht – es reicht schon, wenn ich ggf. die OP machen lasse – aber da werde ich gerne ein paar Urlaubstage opfern.

Morgen ist dann der Beginn eines neuen Abschnitts. Ich freue mich sehr, bin aber auch sehr angespannt, wie es in den ersten Tagen/Wochen laufen wird. Die Themen an sich sind kein Problem – eher das Administrative…..

JAAAAAAAA *Schrei*

ICH HABE IHN!!!!!!!!!!!!!!

Gerade kam der Anruf – ich hab den Job! Ich kanns gar nicht glauben…ich bin vollkommen von den Socken und freu mich sooooooo…….lallalalala…ich hab nicht nur wieder eine Arbeit….sondern ich darf  Unterrichten!

Das ist sooooo toll!!!

Ok, jetzt werde ich wieder sachlich! Schließlich bin ich jetzt eine Lehrerin (oder so) *g*

Vertrag und Antrag für das Jobticket kommen in den nächsten Tagen und am 01.09.2011 darf ich anfangen.

OH, GOTT *kreisch* ich hab noch soviel zu tun….ich muss noch Unterrichtsthemen erarbeiten und ich will meinen bestellten Stoff noch zu einer Fleecejacke, 2 Hosen und 1 Shirt verarbeiten…..ich glaub das virtuelle Leben wird in den nächsten Wochen ziemlich brach liegen *lach*

Ausflug in die Arbeitswelt

Morgen steht er an meinerster Auflug in die Arbeitswelt seit 18 Monaten. Ein bisschen mulmig ist mir ja schon. Wie immer wenn ich auf eine größere Gruppe von Menschen treffe, die einen erstmal nach dem Äußeren bewerten. Da kommt meine eigene Unsicherheit hoch, mein schlechtes Selbstwertgefühl spielt dann auch noch mit und schon ist die Anspannung in mir wieder mal da.

Laut Freunden und meinem Mann merkt man nach außen nix von meinen Unsicherheiten und Ängsten – ich käme locker, freundlich und voller Selbstbewusstsein daher. Find ich ja prima, wenn es so ist…aber warum merke ich selbst nichts davon?

Ich mache mir wieder viel zu viele Gedanken und grübele, wo es nicht nötig ist…..sagt ER.

Gut, dann werde ich das Grübeln aufhören und mir lieber Stoff aussuchen für meine nächsten Nähprojekte – denn im Urlaub bleiben wir Zuhause und da habe ich hoffentlich Zeit mir ein paar Hosen und Shirts zu nähen – mein Kleiderschrank wird sich freuen, was neues zu sehen…..

Im großem und ganzem

bin ich im Moment zufrieden und mir geht es gut.

Ich war am Freitag einen ganzen Tag mal nach langer Zeit mal wieder hier *klick* in der Sauna. Es tat mir so gut, erst an der Wassergymnastik teilgenommen und alle Gelenke durchbewegt und dann in Ruhe meinen Gedanken nachhängen, Musik hören und lesen. Diese innere Ruhe, die hält bis jetzt an.

Die Schmerzen sind zu Zeit mit morgens und abends mit Ibuprofen 800 gut auszuhalten. Gestern habe ich wieder einen Versuch gestartet mit Nordic Walking – es ging leidlich, Schmerzen waren da, aber noch so gerade auszuhalten. Gestört hat mich vielmehr, das ich durch die lange Pause noch keinen Rhythmus mit Atmung und Schritten habe – aber es wird wieder. Auf jeden Fall ist es Gold wert für meine Psyche.

Die Kinder haben seit dem Wochenende Ferien – schön wenn mal alles entspannt läuft. Das Verhältnis zu meiner Großen hat sich auch etwas entspannt.

Ich werde in der nächsten Zeit wieder Bewerbungen schreiben, aber es wird schwer werden – denn wer stellt jemanden ein, der übergewichtig ist? Auf jeden Fall weiß ich, das ich weiter im Gesundheitswesen tätig sein möchte – aber es gibt nur wenige Stellen, die nicht im Pflegebereich sind.

Altenpflege „vs“ Krankenpflege

Ja, als exam. Altenpflegerin war ich teilweise sogar für fast 40 Bewohner allein verantwortlich. Wie ich ja schon vom Nachtdienst geschrieben habe. Hier schrieb Intensivling er könne das nicht. Muß er ja auch nicht. Ich könnte nicht auf einer Intensivstation arbeiten – mir wäre das zuviel Verantwortung…

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Nachtdienst

Durch Ulf *klick* wurde ich mal wieder an die unliebsamen Dinge meines Berufes erinnert….ich habe Nachtdienste gehasst.

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