Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Beiträge mit Schlagwort ‘Tochter’

Und jetzt schon wieder November

Ich lebe noch – aber die reale Welt wirbelt mal wieder  durcheinander.

Seit zwei Wochen lebt unsere Große wieder bei uns – wir haben unser Schlafzimmer für sie geräumt und sind in ihr altes Zimmer im Keller gezogen. Schön ist er geworden, unser neuer Rückzugsort:

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Zwischendurch ist das Zusammenleben ein bischen haarig – aber es wird, zumal sie nun die Absicht hat, auf eigenen Füßen zu stehen.

Am Donnerstag habe ich es endlich geschafft, zum Sanitätshaus zu fahren um meine Beine ausmessen zu lassen. Es ist so mir unangenehm, jemand vollkommen fremdes so nahe an mich heranzulassen……aber es ging und bei den Maßen habe ich einfach nicht zugehört. So werden mir jetzt Kniestrümpfe und eine Caprileggins bestellt. Ich bin wirklich gespannt darauf, ich hasse rutschende Strümpfe.

Meinen 40. Geburtsag am Montag werden wir ganz in Ruhe mit einem Essen irgendwo feiern. Ich habe derzeit keine Lust auf eine große Feier. Mir ist einfach nicht danach, also lasse ich es.

Nächstes Jahr steht die Kommunion meiner Kleinen an – auch so ein Thema, denn niemand von uns steht wirklich dahinter. Wir vergessen immer wieder die damit zusammenhängenden Termine. Die Kleine kann selbstverständlich damit auch nichts anfangen. Doch es ist Tradition hier, das die katholischen Kinder mit zur Kommunion gehen.

Aber warum und wofür? Ich frage mich, wofür geben Eltern einen Haufen Geld aus? Ein Kleid, das nur einmal getragen wird (Hochzeit ist in meinen Augen ein bischen anders, aber nicht viel) um dann im Schrank zu versauern – meine Mama hat mein Kleid über 30 Jahre aufgehoben. Den Glauben zu feiern? Welchen Glauben denn? Den der Kinder? Meine Tochter glaubt an Gott, aber braucht sie dafür die Kirche? Ich glaube an Gott, aber ich brauche die Kirche dafür nicht – mit seinem Bodenpersonal habe ich richtig Probleme! Also warum dann Kommunion feiern? Auf der anderen Seite sehe ich natürlich auch, dass viele ihrer Klassenkameraden die Kommunion feiern. Und wir möchten sie nicht hinten anstehen lassen – was natürlich Quatsch ist, denn es gibt genug andersgläubige in ihrer Klasse.

Unser Lösungsansatz bisher: Sie nimmt an der Kommunionfeier teil, gefeiert wird mit Eltern und Paten und ein paar Wochen später (Mai oder Juni) feiern wir eine große Geburtstagsparty, bei der die in diesem Jahr ausgefallenen Geburtstagspartys nachgeholt werden. Mal schauen uns fällt bestimmt noch etwas anderes ein….

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Lachen und Weinen

Durch einen Blogeintrag von Schnakeline fiel mir wieder eine Liedzeile meiner Lieblingsband ein…..

jet Spass un Freud dat hät noch keinem Minsch jeschad, denn die Trone die do laachs muß de net kriesche

auf Hochdeutsch: etwas Spass und Freude hat noch keinem Menschen geschadet, denn die Tränen die du lachst, brauchst du nicht zu weinen…..

 

Und gelacht habe ich am Wochenende viel – wie immer wenn wir mit unseren Freunden zusammen sind. Samstag bei meiner Freundin und Sonntag gemeinsam mit Freunden beim Chinesen.

Auch Tränen gab es bei meiner Kleinen, da unsere schwarze Katze das ganze Wochenende verschollen war und wir schon befürchteten, das sie unters Auto gekommen sei.  Auch mir war es schon schwer ums Herz, da sie meine Herzenskatze ist. Doch heute morgen weckte uns ein sehr ungnädiges Fauchen gegenüber unserem Katerchen und Madame saß im Fenster,  verlagte nach Einlaß, Futter und Streicheleinheiten – seitdem dies erledigt ist, ruht sie auf der Couch und lässt es sich gut gehen.

Ich denke mal, das sie in einer der Garagen durch einen Nachbarn unwissentlich am Freitag eingesperrt wurde und heute als er zur Arbeit fuhr wieder frei gelassen wurde.

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Ruhe vor dem Sturm

Alles schläft hier noch, es ist ruhig hier. Der große Hund liegt in seinem Korb und schnarcht. Der Kleine wuselt schon mit mir durchs Haus. Es ist angenehm kühl draußen, drinnen ist es stickig und trotz Luftquirl unangenehm warm. Ich habe alle Fenster und Türen zum lüften aufgerissen…

Ich werde ihre Befindlichkeiten nicht mehr in den Mittelpunkt stellen – denn es ist nicht gut für sie und auch nicht für mich. Sie hat etwas schlimmes erlebt, trotzdem muss sich nicht alles um sie drehen. Es wird ihr geholfen, gegen ihre Migräne haben wir ein Medikament gefunden, das ihr hilft.

Schon die Unterstützung und die Absprachen, die ER und ich getroffen haben, entlasten mich. Ich fühle mich besser, mein Blutdruck ist wieder in normalen Bereichen und ich kann mich auf unsere nächsten Vorhaben freuen!

Seelensupport

Ich bin festgefahren mit meinen Gedanken – durch eine gr0ße Angst um meine Tochter, durch Überfürsorge, nicht umgehenkönnen mit der Situation, dem Gefühl nur das Beste für sie zu wollen, das Befinden von ihr in den Mittelpunkt zu rücken….und wenn man morgens aufsteht und direkt über die gleichen Sachen nachgrübelt, mit denen man eingeschlafen ist, ist das ganz übel. Und dann kommt noch eine Pubertierende dazu, solche Dinge gnadenlos ausnutzt, die tracktiert und ausreizt bis zum Ende….und schon ist man als Mutter gefangen in einem Kreislauf aus Frust, Wut und Traurigkeit.

Meine Seele und mein Körper sagen dann irgendwann: STOPP! Meist steigt mein Blutdruck an – GsD nicht astronomisch hoch, aber doch so das ich mich deutlich unwohl fühle, habe Kopfschmerzen und komme mit meinen dauerdem Rückenschmerzen überhaupt nicht mehr klar. Mein Kloß im Hals will auch nicht mehr kleiner werden und ich habe sehr nah am Wasser gebaut.Lachen kann ich kaum noch, ich lächle zwar aber es erreicht meine Seele nicht.

Aber es gibt Menschen, die merken, wenn es mir schlecht geht. Die mir helfen wollen, wieder aus meinem Loch hervorzukommen, mir Denkanstöße geben – nicht immer bequem, aber meist erfolgreich…..