Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

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Rentenversicherung und Arbeitsamt

Gestern habe ich zum 1000000 mal mit der Rentenversicherung telefoniert. Nachdem es ja letzte Woche hieß, das mein Widerspruch im Schreibbüro liegt und ich in den nächsten Tagen endlich, endlich Becheid bekomme. Doch als ich heute mit einer sehr kompetenten und freundlichen Sachbearbeiterin reden konnte – die meinen Unmut sehr gut verstehen kann – ist es nun wieder mal so das der Widerspruch wiedermal zu Widerspruchsstelle nach Lübeck geht – also nochmal 2 – 3 Monate warten, bis es überhapt mal einen Bescheid gibt. Der Witz ist ja, das ich mittlerweile herausbekommen habe, das die Widerspruchsstelle anders entschieden hat, als die Rentenversicherung.

Heute war mein erster Termin bei der Arbeitsvermittlung und zur Information über das ärztliche Gutachten der Agentur. Das Gutachten wurde vorläufig erstellt, da die Rentenversicherung immer noch nicht über meinen Widerspruch zur medizinischen Reha entschieden hat. Laut Gutachten sind mir leichte Tätigkeiten an einem leidensgerechten Arbeitsplatz mit der Möglichkeit zum gelegentlichen Wechsel zwischen gehender, stehender und sitzender Körperhaltung oder auch in überwiegendem Sitzen vollschichtig zumutbar.  Heben, Tragen und Bewegen mittelschwerer bis schwerer Lasten, sowie Bücken, Hocken, Knien, bzw. vornübergeneigte Körperpositionen sind auszuschließen.

Damit ist es amtlich – die Altenpflege ist für immer ad acta gelegt für mich. Das wusste ich schon vorher – aber es ist nun mal so, das was du schwarz auf weiß besitzt…..

Doch leider war es das auch schon – denn da nicht klar ist, ob die Rentenversicherung nicht doch als Leistungsträger eintritt – erst med. Reha und dann Teilhabe am Arbeitsleben – kann das Arbeitsamt mir erstmal nicht wirklich helfen. Wird dem Widerspruch nicht statt gegeben, dann kann/wird die Arbeitsagentur mir eine Maßnahme zur Umschulung zur MFA genehmigen. Bisdahin soll ich im Monat 5 Bewerbungen losschicken, und sehen was kommt. Eigentlich kein Problem – Bewerbungsmappen habe ich gerade bei Amazon bestellt und Zeugnisse, Lebenslauf und Anschreiben sind schnell fertig und ausgedruckt – denn diese Dinge habe ich alle schon in den letzten Monaten vorbereitet, bzw. alle Zeugnisse und Nachweise eingescannt – doch mit den geeigneten Stellen, die für mich in Frage kommen, sieht es eher mau aus. Um z.B. in einer Arztpraxis als Sprechstundenhilfe (MFA) zu arbeiten, fehlen mir einfach noch bestimmte Dinge, die sehr relevant sind, für diesen Beruf.

Erstgespräch

Gestern war das Gespräch mit Dr. Schlensak. Ich fühlte mich kompetent beraten und sehr ernst genommen. Er meinte, das es für mich mit meinem hohem BMI nur der Schlauchmagen in Betracht kommen kann. Alles anderes wäre ein zu hohes Risiko – wobei auch der Schlauchmagen eine große Operation ist. Natürlich muss er auf die Risiken hinweisen – die auch nicht zu vernachlässigen sind – immerhin versterben 2 % der Patienten bei der OP. Aber 98 % der Operierten überleben. Ich will positiv denken!

Soweit war er mit allem einverstanden, was ich bereits angeleiert habe und empfahl mir, doch eine SHG zu besuchen *seufz* ich habe es einfach nicht mit solchen Veranstaltungen – aber es wird ja nur eine begrenzte Zeit sein und vielleicht ist es ja auch interessant.

In der Uniklinik in Bonn habe ich tatsächlich einen Termin bei einem Endokrinologen bekommen, sogar schon Anfang Juli!

Jetzt muss ich erstmal wieder Geduld üben – den Antrag will ich erst abschicken, wenn die Untersuchungsergebnisse der endokrinologischen Untersuchung da sind und vielleicht weiß ich dann auch endlich, was mit meiner Reha läuft (oder nicht läuft)…..

Toll wäre natürlich, die Reha würde noch genehmigt – dann würde ich sie ja vor der OP machen und damit fit und etwas leichter in die OP gehen – was das Operationsrisiko wieder senken würde!

Wird die Reha nicht genehmigt, werde ich den Antrag Ende Juli/ Anfang August abschicken und hoffen, das die OP genehmigt wird. Und danach werde ich eben einen neuen Rehaantrag stellen – dann werden sie, sie genehmigen müssen – die 4 Jahre sind rum und mit meinen Beeinträchtigungen steht mir eine medizinische Reha zu.

ER meint ich soll aufhören mir soviele Gedanken und Sorgen zu machen, über alles und jede Kleinigkeit nachzugrübeln. Er hat ja recht, also werde ich mich meinem neuem Hobby widmen: Ich habe das Nähen für mich entdeckt! Wieder entdeckt!

Als Jugendliche hatte ich in der Schule einen Nähmaschinenkurs und von meiner Mutter habe ich mir vieles im Laufe der Jahre abgeschaut – aber bisher hat es mich nicht interessiert….Aber nachdem ich für meine Kleine einige Kissen und Gardienen genäht hatte und innerhalb kurzer Zeit zwei Hosen von mir das Zeitliche gesegnet haben, dachte ich, versuch es doch einfach – die Nähutensilien habe ich ja alle. Also habe ich einen sehr schönen, aber super günstigen Jeansstoff gekauft und einen einfachen Burdaschnitt ausgesucht und – voila – meine erste selbstgenähte Hose ist fertig und für gut befunden! Sie passt sogar – wie angegossen! Selbst das Problem mit meinen unterschiedlich dicken Waden sieht man in dieser Hose nicht, da ich die Hosenbeine etwas weiter gemacht habe, als es im Schnitt vorgesehen war.  Eine Tunika wartet nur noch auf das Umnähen vom Saum und  ich schon einen weiteren Jeansstoff und einen Jerseystoff auf Halde liegen – für eine weitere Hose und ein Shirt. Heute habe ich mir einen Schnitt für eine weite Jacke ohne Knöpfe bestellt – jetzt suche ich nur noch einen passenden Stoff dazu, es soll was edleres sein – für eine Hochzeit geeignet, aber nicht teuer….

Wird alles gut?

Ja, ich habe Hoffnung!

Gestern hatten wir endlich den Termin in der besagten Klinik.  Die Klinik macht einen freundlichen, fast schon gemütlichen Eindruck – alles sehr farbenfroh. Die aufnehmende Ärztin interessierte sich für uns, sie machte eine komplette Anamnese inkl. alles innerhalb der Familie. Fand ich sehr gut, auch das Gespräch mit J. allein ist gut gelaufen. Die Ziele für den Aufenthalt wurden abgesteckt, erstmal geht es um eine Stabilisierung von J., damit sie wieder am Alltag teilnehmen kann. Eine Traumabewältigung kommt erst dann in Frage, wenn sie bereit dafür ist – und da wird ihr ein von der Klinik vermittelter Therapeut helfen, der sogar in der Nähe unseres Wohnortes ist. Die erste Zeit in der Klinik wird für uns alle hart werden, denn Belastungsproben erfolgen erst nach ca. 3 Wochenenden in der Klinik. D.h. sie kann erstmal nicht über Nacht nach Hause. Auch Besuche in der Woche sind auf einen Nachmittag beschränkt……

Aber ich denke sie hat so die Chance, wieder zu sich selbst zu finden und gesund zu werden. Auch wir haben dann endlich mal die Möglichkeit Abstand zu gewinnen und durchzuatmen, denn genau das fällt uns z.Z. sehr schwer.

Mein Rehaantrag/Widerspruch liegt immernoch/wieder bei der Rentenversicherung – mittlerweile rufe ich mind. einmal in der Woche dort an. Frau hat ja keine anderen Hobbys. Diese Woche war von den Schmerzen her sehr haftig, besonders Dienstag und Mittwoch war es nur schwer zu ertragen – trotz ausreichend Schmerzmittel. Das Tramadol kann ich tagsüber nicht nehmen, ich kann dieses wattige Gefühl im Kopf davon nicht leiden. Aber Abends nehme ich hin und wieder eine – ich muss sagen, dann bin ich mal für ein paar Stunden schmerzfrei – ein geiles Gefühl. Sorgen macht mir nur die Gefahr der Abhängigkeit, aber ich denke im Moment muss ich mir darum keine Gedanken machen. Heute konnte ich dann auch wieder zu meinem geliebten Aquasport – mittlerweile habe ich mir ein Buch mit Übungsanleitungen zugelegt, die ich mir im Moment erarbeite. Dadurch habe ich schon ein richtiges Workout zusammengestellt, bestehend aus Krafttraining und Konditionsaufbau – wobei heute mehr Kraft – und Beweglichkeit an der Reihe waren. Ich muss sagen, langsam zeigt sich die Wirkung meiner Mitgliedschaft im Schwimmbad. Morgen werden ich wahrscheinlich mit der Kleinen schwimmen gehen und ggf. übermorgen wieder allein.

Übermorgen habe ich auch endlich wieder Massage. Und im Mai werde ich mir auf jeden Fall wieder Akupunkturnadeln setzten lassen. Denn danach ging es mir deutlich besser.

Unseren Wohnwagen werden wir nun entgültig abschaffen und dieses Jahr Urlaub auf Balkonien machen – nur einen neuen Quickup – Pool werden wir uns gönnen. Wir haben eine wunderbare Terasse und evtl. habe ich ja bis dahin wieder einen Job. Und evtl. können er und ich unser schönes Zuhause auch eine Zeit allein geniessen – denn die Kinder sind evtl. für 1 – 2 Wochen mit Omma und Oppa, bzw. mit Freunden  unterwegs.

Auch die Kaninchen werden ab nächster Woche neue Besitzer finden. Sie sind für uns nur noch eine Belastung und das ist gegenüber den Ninchen nicht richtig, also werden sich neue Besitzer über sie freuen und sie werden es gut haben.

Vermessen und Begutachtet

Heute war ich dann endlich bei dem ärztlichen Gutachter der Rentenversicherung. Meine Einschränkungen wurden vermessen und dokumentiert. Der Gutachter war freundlich und sehr sachlich, es erfolgt keinerlei Bewertung. Jetzt heisst es wieder warten, das die Rentenversicherung sich regt….

Gedrückte Stimmung

  • das große Kind macht eine ambulante Therapie – erstmal, bis ein stationärer Platz frei ist. J. und ich sind uns im großen und ganzen einig, wie es laufen wird.
  • Dem Schwiegervater geht es unverändert schlecht, gerade mit der Hitze kommt er ganz schlecht klar. Wenigstens ist das Bad jetzt fast benutzbar…..
  • und es ist fast nicht zu glauben…ich habe Post von der Rentenversicherung bekommen – ich muss zu einem Gutachter…..und soll mir einen von zwei angegebenen aussuchen.