Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Beiträge mit Schlagwort ‘Lymphödem’

Alles fein, alles chic

Familie:

Das große Kind erhält jetzt Unterstützung in Sachen  Berufsausbildung. Ich hoffe, das dies dann bald Früchte trägt und sie wieder anfangen kann, auf eigenen Füßen zu stehen. Trotzdem hält es sie nicht davon ab, sich manchmal wie eine 7 Jährige zu verhalten…..oder warum muss sie bei der Kleinen aus dem Adventskalender Süssigkeiten rauspulen? Dabei war ihr Kalender ebenfalls vorhanden, sie hatte nicht mitbekommen, das es ihrer war, sondern hatte gedacht, das es meiner sei und sie keinen bekommen habe…..als sie ihren Fehler bemerkt, hat sie die fehlenden Schokistücke wieder in den Kalender eingebaut und die zwei haben die Kalender getauscht……Pänz!

Das kleine Kind ist erkältet und hat Ohrenschmerzen, aber alles im Rahmen. Auch ihr Kiefer ist, nach einem Schlag von einem Mitschüler, wieder schmerzfrei. In der Schulle allerdings schlägt das noch Wellen….

ER hat, wie immer eigentlich, viel um die Ohren und das wir kommt oft genug zu kurz.

Zwischen meiner Mum und mir gibt es im Moment wieder eine Annährerung – ein ganz zarte Pflänzchen…

Arbeit:

Die Einarbeitungsphase ist abgeschlossen. Ich habe weiter Spaß an meiner Arbeit mit den Jugendlichen, obwohl ich schon von meiner Chefin gesagt bekommen habe, das ich mich mehr durchsetzen soll und nicht immer soooo gutmütig. Ich arbeite daran….

Gesundheit:

Aktuelle Blutwerte alle in Ordnung – nur ein Entzündungswert leicht auffällig, aber bei dem immer wiederkehrendem Erysipel eigentlich kein Wunder. Die Krankenkasse hat sowohl das Lymphgerät als auch die Strümpfe genehmigt. Jetzt hoffe ich, das dies – zusammen mit der manuellen Lymphdrainage – eine erhebliche Besserung des Lip/Lymphödems bringt. Nächste Woche werde ich hoffentlich beides erhalten.

Mein Rücken war für längere Zeit in den Hintergrund gerückt, aber im Moment habe ich immer mal wieder deutlichere Schmerzen und so muss ich auch hier weiter dran bleiben. Die Überweisung für den Orthopäden habe ich bereits in meiner Handtasche, ich muss jetzt nur noch sehen, das ich dort hinkomme und mir die Verordnung zur KG abhole.

Momentan ist meine Pysiotherapeutin sowieso meine beste ‚Freundin, da ich sie mind. 2 x in der Woche für eine Stunde sehe. Wir sind sogar – nach genau 2 Jahren- beim Du angekommen. Ich meine, sie kennt meinen Körper mittlerweile mit all seinen Baustellen. Die Lymphdrainage muss bei mir eben auch über den Bauch verlaufen, da die große Narbe am Bauch ja die Ursache dafür ist.

Gewicht:

Es geht gaaaanz langsam abwärts, und das ist gut so.

Psyche:

Ich beschäftige mich derzeit ganz bewusst mit meinem „inneren Kind“ und meinen Erlebnissen aus meiner Kindheit. Ich finde es sehr schwierig, aber so langsam verstehe ich einige Mechanismen und Vorgänge in mir selber und arbeite daran diese Verhaltensmuster zu ändern. Und ich glaube, wenn ich das geschafft habe, geht es für mich entgültig in den Weg in ein schlankes Leben.

 

 

Und jetzt schon wieder November

Ich lebe noch – aber die reale Welt wirbelt mal wieder  durcheinander.

Seit zwei Wochen lebt unsere Große wieder bei uns – wir haben unser Schlafzimmer für sie geräumt und sind in ihr altes Zimmer im Keller gezogen. Schön ist er geworden, unser neuer Rückzugsort:

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Zwischendurch ist das Zusammenleben ein bischen haarig – aber es wird, zumal sie nun die Absicht hat, auf eigenen Füßen zu stehen.

Am Donnerstag habe ich es endlich geschafft, zum Sanitätshaus zu fahren um meine Beine ausmessen zu lassen. Es ist so mir unangenehm, jemand vollkommen fremdes so nahe an mich heranzulassen……aber es ging und bei den Maßen habe ich einfach nicht zugehört. So werden mir jetzt Kniestrümpfe und eine Caprileggins bestellt. Ich bin wirklich gespannt darauf, ich hasse rutschende Strümpfe.

Meinen 40. Geburtsag am Montag werden wir ganz in Ruhe mit einem Essen irgendwo feiern. Ich habe derzeit keine Lust auf eine große Feier. Mir ist einfach nicht danach, also lasse ich es.

Nächstes Jahr steht die Kommunion meiner Kleinen an – auch so ein Thema, denn niemand von uns steht wirklich dahinter. Wir vergessen immer wieder die damit zusammenhängenden Termine. Die Kleine kann selbstverständlich damit auch nichts anfangen. Doch es ist Tradition hier, das die katholischen Kinder mit zur Kommunion gehen.

Aber warum und wofür? Ich frage mich, wofür geben Eltern einen Haufen Geld aus? Ein Kleid, das nur einmal getragen wird (Hochzeit ist in meinen Augen ein bischen anders, aber nicht viel) um dann im Schrank zu versauern – meine Mama hat mein Kleid über 30 Jahre aufgehoben. Den Glauben zu feiern? Welchen Glauben denn? Den der Kinder? Meine Tochter glaubt an Gott, aber braucht sie dafür die Kirche? Ich glaube an Gott, aber ich brauche die Kirche dafür nicht – mit seinem Bodenpersonal habe ich richtig Probleme! Also warum dann Kommunion feiern? Auf der anderen Seite sehe ich natürlich auch, dass viele ihrer Klassenkameraden die Kommunion feiern. Und wir möchten sie nicht hinten anstehen lassen – was natürlich Quatsch ist, denn es gibt genug andersgläubige in ihrer Klasse.

Unser Lösungsansatz bisher: Sie nimmt an der Kommunionfeier teil, gefeiert wird mit Eltern und Paten und ein paar Wochen später (Mai oder Juni) feiern wir eine große Geburtstagsparty, bei der die in diesem Jahr ausgefallenen Geburtstagspartys nachgeholt werden. Mal schauen uns fällt bestimmt noch etwas anderes ein….