Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

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Heute und Morgen

Heute war mein letzter Tag in der Arbeitslosigkeit. Schon in den letzten Tagen war ich sehr angespannt und habe schlecht geschlafen. Gestern ging es mit Baldrian einigermaßen. Trotzdem bin ich seit Dienstag bereits zur neuen Aufstehzeit aus den Federn gekrochen – bäh, 6:15 Uhr oder positiv gesehen darf  ich eine halbe Stunde länger schlafen, als früher zum Frühdienst.

Vorgenommen für meine Ernährung im Berufsleben habe ich mir folgendes:

  • Ich werde morgens Frühstücken! Zur Zeit esse ich gerne Magerquark, cremig gerührt mit Leinöl, Süßstoff (ja, ich weiß ist nicht optimal, aber ich brauchs süß und Zucker will ich nicht) und Wasser, dazu kommt dann geschroteter Leinsamen, Haferflocken, Weizenkleie, Rosinen und eine Banane. Natürlich darfs auch mal ein Brot oder so sein.
  • Zum Mittag nehme ich mir in meiner neuen Brotdose ein Brot mit irgendeinem leckeren Belag und etwas Obst oder Gemüse mit.
  • Abends wird dann um zwischen 18 und 19 Uhr gekocht und gegessen – wenn ich meinen freien Tag habe, können wir das ja nach Bedarf tauschen
  • Ich esse nicht zwischendurch
  • Ich esse weiter vom kleinen Teller
  • Und lasse mir 10 Minuten Zeit vorm Nachschlag
  • ich gehe Montags oder Mittwochs, Freitags und Samstag oder Sonntag schwimmen.

Das ist jetzt die Theorie, ich hoffe das ich das so umsetzten kann – vielleicht verabschieden sich dann mal wieder ein paar Kilos.

Gestern hatte ich mal wieder mit der Endokrinologie telefoniert, der Bericht war noch nicht angefertigt….weil ich nicht im Computer zu finden war…argl…dabei hatte ich direkt nach dem letzten Telefonat mit Doc M. in der Anmeldung angerufen und mich aufnehmen lassen. Aber der gute Mensch dort hat bei meinem Namen einen Buchstaben vergessen und so war ich für die Endokrinologin nicht vorhanden im System. Da das aber kein Einzelfall mit unserem Namen ist , habe ich der Ärztin gesagt wo sie mal schauen könnte – und siehe da, ich war da.

Der Arzt der mich im Juli untersucht hatte, hatte ja bereits eine latente Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert – die Ärztin hat das anhand der ihr vorliegenden Blutergebnisse nochmal bestätigt und will mir direkt ein Rezept für das fehlende Hormon mitschicken. Das find ich ja mal richtig klasse. Sie hat mich nach bestimmten Symtomen gefragt, wie Antriebsschwäche und Müdigkeit – konnte ich alles bestätigen und hoffe das sich diese Dinge wieder normalisieren.

Ebenfalls gestern habe ich meinen Widerspruch bei der Rentenversicherung zurückgenommen – ich denke zum einen nicht, das eine med. Reha bewilligt worden wäre und zum anderen habe ich auch ohne Rentenversicherung erreicht, was ich wollte:

  • ich habe eine Arbeitsstelle ausserhalb der Pflege, in der ich nicht mehr schwer heben muss
  • mit den Rückenschmerzen komme ich im Moment zurecht – sie sind da, aber sie beherrschen mich nicht mehr
  • ich habe auch so zumindest 6 kg abgenommen – und weitere werden folgen *sicherbin*

Und es wäre doch schön blöd gewesen, wenn ich meinem neuem AG in 3 Wochen hätte sagen müssen, ich bin dann mal zur Reha……ne, will ich nicht – es reicht schon, wenn ich ggf. die OP machen lasse – aber da werde ich gerne ein paar Urlaubstage opfern.

Morgen ist dann der Beginn eines neuen Abschnitts. Ich freue mich sehr, bin aber auch sehr angespannt, wie es in den ersten Tagen/Wochen laufen wird. Die Themen an sich sind kein Problem – eher das Administrative…..

Und wieder Ernährungsberatung

Es ist schwer seine Gewohnheiten zu ändern – zumal immer wieder schlechte Gewohnheiten aufgedeckt werden.  Also neben hier meine neue Liste von Dingen, die ich ändern möchte/muss:

  • ich will am Esstisch essen, nicht am PC nebenher
  • ich muss gründlich und langsam kauen
  • Esspausen von 10 Minuten, bevor ich mir eine 2 Portion auffülle
  • Portionen werden auf einen kleinen Teller aufgefüllt
  • Rohkost, Gemüse oder Salat wird zuerst gegessen
  • Ernährungstagebuch regelmäßig führen

Da ich ja bekanntermaßen sehr gerne Süßes esse, soll ich jetzt, im Rahmen der Ernährungstherapie 4 Wochen lang, mir dreimal täglich Saures geben. Das heisst, das ich ein paar Johannisbeeren esse, oder Zitronen/Grapefruitsaft Teelöffelweise einnehme. Und ich finde das nur bäh, bäh. Natürlich habe ich das Experiment heute direkt begonnen – mit frisch gepressetem Zironensaft. Schon als ich die Zitrone aufschneide, setzt bei mir ein massiver Speichelfluss ein, beim Geruch bekomme ich eine Gänsehaut……meine Kleine freut sich, nimmt die ausgepresste Zitrone und saugt sie genüsslich aus. Da schüttelts mich richtig. Schon beim Schreiben zieht sich bei mir wieder alles zusammen. Also einen kleinen Teelöffel habe ich hinunter bekommen – gut das niemand in dem Moment ein Foto gemacht hat.

Als zweite Aufgabe von meiner Ernährungstante muss ich nun 2 – 3 Tage in der Woche alles was ich esse, vorher fotografieren. Seufz….na zum Glück habe ich ein Fotohandy – mal schauen, vieleicht stelle ich einige gelungene Bilder hier ein *g*

Die Beratung hat mir heute sehr gut getan, auch sie ist der Meinung, ich decke mit meinen Essen Gefühle zu. Ich frage mich jetzt, welche Gedanken und Gefühle sind das, die ich nicht zulasse – nicht verarbeitet habe.

Ansonsten bin ich froh das diese sch*** Ohrenschmerzen endlich verschwunden sind, morgen noch einmal das Antibiotika und dann kann ich die lästigen Begleiterscheinungen bekämpfen, die ich immer mit einer Antibiotikabehandlung habe.

Noch 4 Tage Schule und es sind endlich Ferien. Meine Kleine ist sowas von Ferienreif, das ist schon nicht mehr schön. Sie ist genervt und motzig. Jede Anforderung an sie wird mit einem genervtem Ton beantwortet – gut, das mich sowas nicht mehr aus der Ruhe bringen kann, es wird einfach ignoriert und ist ihr Ton mal sehr daneben, gibt es eine klare Ansage von mir.

Froh bin ich, das wir ihre Dornwarze ohne Operation in den Griff bekommen. Länger klagte sie über Schmerzen in der Ferse, aber es war erst nichts zu sehen. Teilweise konnte sie kaum laufen. Nach einiger Zeit zeigte sich doch eine dicke Schwiele mitten auf der Ferse, die habe ich mal abgefeilt und zum Vorschein kam eine riesige Dornwarze. Also vereist – ohne nennenswerten Erfolg, dann eine Flüssigkeit vom Arzt draufgetupft, ebenfalls ohne Erfolg. Erst als ich ihr ein Hühneraugenpflaster aufgeklebt habe, wurde die Warze so weich, das ich drin rumprockeln konnte. Heute habe ich wieder mal diese schwarzen Pünktchen = Wurzeln der Warze rausgesogen, inzwischen habe ich bestimmt 8 von den Dingern entfernt (teilweise bis zu 2 cm lang) und immer tauchen neue auf. Aber sie hat keine Schmerzen mehr beim Laufen. Furchtbar, wenn das Kind wegen so einer „Kleinigkeit“ Schmerzen hat. Aber ich hoffe die Warze ist bald Vergangenheit und den geplanten Aktivitäten in den Ferien steht nichts mehr im Wege.

Ernährung vor der Operation

Ich bin jetzt seit einiger Zeit bei einer Ernährungsberaterin. Nun stelle ich mir die Frage, was hat es mir bisher gebracht? Vor allem in Hinblick auf die Operation…

Die Veränderungen sind diffus, ich denke mehr über meine Ernährung nach und denke auch immer wieder, das muss jetzt nicht sein. Aß ich vorher zwei Fertigpizzen, ist es jetzt eine Klorienärmere Variante mit einem Haufen Salat – schmeckt mir genauso gut. Mein Frühstück besteht immer wieder aus Magerquark mit Leinsamen, Haferflocken, Obst und einem Schuß Leinöl. Ich esse keine Wurst bzw. Salami mehr und achte bei Joghurts und Käse auf den Fettgehalt.

Was muss ich noch ändern:

  • ich will am Esstisch essen, nicht am PC nebenher
  • ich muss gründlicher kauen
  • Süßes ersetzen durch Obst
  • Ernährungstagebuch regelmäßig führen

Jetzt, wo ich so dadrüber nachdenke, habe ich schon einiges verändert – zwar noch nicht ausreichend, aber es tut sich was in meinem Kopf. Auf der einen Seite will ich an meinen Gewohnheiten festhalten, mich nicht mit meinen Fehlern auseinandersetzten – denn ich habe versagt, auf der ganzen Linie. Oder warum habe ich zugenommen? Schuld bin ich doch ganz allein – ich musste doch nicht essen! Es stand doch keiner mit einer Knarre hinter mir und sagte, das musst du essen…

Aber es haben sich auch Ernährungsmuster in meinem Kopf festgesetzt, die ihre Ursache nicht bei mir haben. Dazu gehören einige Erlebnisse aus meiner Kindheit – so nach dem Motto: „Schaff dir ein dickeres Fell an“  Doch meine Seele hat nie ein „dickeres Fell“ bekommen – nur mein Körper hat die Seele immer mehr umhüllt. Meine Seele lechzte nach Anerkennung, Liebe und dem Gefühl, das mir jemand beisteht – das ich nicht allein bin, als Kind. Diese Verhaltensmuster haben sich immer fortgesetzt, teilweise sogar verstärkt, als ich älter wurde. Durch falsche berufliche Entscheidungen und immer wieder Kamf um die Anerkennung  durch meine Eltern.

Mir fällt es sehr schwer diese Verhaltensmuster zu ändern, immer wieder kommen Selbstzweifel auf, ob das alles so richtig ist, wie ich mich verhalte und wie ich bin, wie ich aussehe……diese Selbstzweifel gehen mir richtig auf den Nerv!

Warum kann ich mich mal nicht gut finden, so wie ich bin?

Und weiter geht es

Heute war ich bei der Ernährungsberatung. War ich vorher voll gemischter Gefühle – was mir erzählt wird, was ich alles nicht mehr darf, was ich alles falsch mache etc. – so bin ich jetzt beruhigt und voller Motivation. Ich werde zum ersten Mal an meinem Eßverhalten arbeiten – damit ich wieder genußvoll essen kann, auch in Hinsicht auf die Adipositasoperation – damit ich nicht Kalorien zählen muss, sondern mich ausgewogen und lecker ernähren kann.

Besonders hat mir Gefallen, das ich mit Fr. N. sofort ins Gespräch gekommen bin. Da war kein unangenehmes Gefühl – nur kurz als ich zum Schluß auf die Waage sollte, aber auch das wurde nicht kommentiert.

Nur zwei Verhaltensänderungen hat sie mir mit auf den Weg gegeben: Gegessen wird am Esstisch/Balkontisch und ich soll das Volvic mit dem Geschmack weglassen – stattdessen eines ohne Zucker trinken. Also werde ich nicht mehr am PC essen….das wird eine große Umstellung für mich.

Jezt habe ich viele Zettel zum ausfüllen – 2 x Ernährungsprotokoll – einmal für den Chirurgen und einmal für die Ernährungsberaterin. Wobei das Protokoll der Ernährungsberaterin einige andere Dinge beachtet, als das für den AC. Auch meine Vorliebe und Abneigungen muss ich für sie aufschreiben, genauso wie meinen Sport.

Gestern habe ich dann versucht einen Termin bei einem Endokrinologen zu bekommen – toll, erst im Dezember etwas frei. Aber in der Uniklinik in Bonn ist auch eine Endokrinologie, da werde ich morgen früh mal mein Glück versuchen, um diese Seite der Adipositas auszuschließen. Werde ich dort auch keinen Termin in naher Zukunft bekommen, muss ich erstmal sehen was ich mache.

Diese Dinge für den Antrag laufen schon/sind erledigt:

Sport – Nachweis über 2- 3 mal in der Woche

Ernährungsberatung – läuft

Hausärztl. Betreuung – läuft nicht ganz so optimal, denn sie könnte mit Sicherheit auch die Blutuntersuchung machen, will aber nicht – schreibt aber eine Stellungnahme

Psychotherapie – läuft auf jeden Fall nach der OP, Attest bekomme ich Anfang Juni

Das muss ich noch erledigen:

Termin in Düsseldorf wahrnehmen

Termin in Wesseling machen

Termin bei einem Endokrinologen machen

Weight Watchersnachweis anfordern

Sichtweise

Irgendwie muss ich eine andere Sichtweise auf die Sache mit der Adipositasoperation und die Ernährungsberatung bekommen. Gestern habe ich mich wieder sehr eingehend mit allem beschäftigt und ja auch die Ernährungsberaterin angerufen. (mehr …)