Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Beiträge mit Schlagwort ‘Depression’

Gespräche

Geahnt habe ich es schon die ganze Zeit – J. hat Depressionen.  Gestern hatten wir ein Gespräch mit den behandelnden Ärzten. In der Zeit, seitdem sie in der Klinik ist hat es keine signifikanten Veränderungen ihrer Stimmungslage und Probleme gegeben. Jetzt wird überlegt, ob Antidepressiva eingesetzt werden. Aber erst nach einem Schlafentzug EEG – da das EEG dort angeblich auf  Krampfanfälligkeit hinwies.

Leider gibt es für Jugendliche ein zugelassenes Antidepressiva – deshalb sind die Möglichkeiten in dieser Hinsicht stark eingeschränkt, wenn es nicht funktionieren sollte.

Mir ist klar, das die Medikation eine Krücke für sie ist – die Therapie ist der wichtigere Anteil.

Ruhe vor dem Sturm

Alles schläft hier noch, es ist ruhig hier. Der große Hund liegt in seinem Korb und schnarcht. Der Kleine wuselt schon mit mir durchs Haus. Es ist angenehm kühl draußen, drinnen ist es stickig und trotz Luftquirl unangenehm warm. Ich habe alle Fenster und Türen zum lüften aufgerissen…

Ich werde ihre Befindlichkeiten nicht mehr in den Mittelpunkt stellen – denn es ist nicht gut für sie und auch nicht für mich. Sie hat etwas schlimmes erlebt, trotzdem muss sich nicht alles um sie drehen. Es wird ihr geholfen, gegen ihre Migräne haben wir ein Medikament gefunden, das ihr hilft.

Schon die Unterstützung und die Absprachen, die ER und ich getroffen haben, entlasten mich. Ich fühle mich besser, mein Blutdruck ist wieder in normalen Bereichen und ich kann mich auf unsere nächsten Vorhaben freuen!

Seelensupport

Ich bin festgefahren mit meinen Gedanken – durch eine gr0ße Angst um meine Tochter, durch Überfürsorge, nicht umgehenkönnen mit der Situation, dem Gefühl nur das Beste für sie zu wollen, das Befinden von ihr in den Mittelpunkt zu rücken….und wenn man morgens aufsteht und direkt über die gleichen Sachen nachgrübelt, mit denen man eingeschlafen ist, ist das ganz übel. Und dann kommt noch eine Pubertierende dazu, solche Dinge gnadenlos ausnutzt, die tracktiert und ausreizt bis zum Ende….und schon ist man als Mutter gefangen in einem Kreislauf aus Frust, Wut und Traurigkeit.

Meine Seele und mein Körper sagen dann irgendwann: STOPP! Meist steigt mein Blutdruck an – GsD nicht astronomisch hoch, aber doch so das ich mich deutlich unwohl fühle, habe Kopfschmerzen und komme mit meinen dauerdem Rückenschmerzen überhaupt nicht mehr klar. Mein Kloß im Hals will auch nicht mehr kleiner werden und ich habe sehr nah am Wasser gebaut.Lachen kann ich kaum noch, ich lächle zwar aber es erreicht meine Seele nicht.

Aber es gibt Menschen, die merken, wenn es mir schlecht geht. Die mir helfen wollen, wieder aus meinem Loch hervorzukommen, mir Denkanstöße geben – nicht immer bequem, aber meist erfolgreich…..