Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Ich lebe noch – aber die reale Welt wirbelt mal wieder  durcheinander.

Seit zwei Wochen lebt unsere Große wieder bei uns – wir haben unser Schlafzimmer für sie geräumt und sind in ihr altes Zimmer im Keller gezogen. Schön ist er geworden, unser neuer Rückzugsort:

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Zwischendurch ist das Zusammenleben ein bischen haarig – aber es wird, zumal sie nun die Absicht hat, auf eigenen Füßen zu stehen.

Am Donnerstag habe ich es endlich geschafft, zum Sanitätshaus zu fahren um meine Beine ausmessen zu lassen. Es ist so mir unangenehm, jemand vollkommen fremdes so nahe an mich heranzulassen……aber es ging und bei den Maßen habe ich einfach nicht zugehört. So werden mir jetzt Kniestrümpfe und eine Caprileggins bestellt. Ich bin wirklich gespannt darauf, ich hasse rutschende Strümpfe.

Meinen 40. Geburtsag am Montag werden wir ganz in Ruhe mit einem Essen irgendwo feiern. Ich habe derzeit keine Lust auf eine große Feier. Mir ist einfach nicht danach, also lasse ich es.

Nächstes Jahr steht die Kommunion meiner Kleinen an – auch so ein Thema, denn niemand von uns steht wirklich dahinter. Wir vergessen immer wieder die damit zusammenhängenden Termine. Die Kleine kann selbstverständlich damit auch nichts anfangen. Doch es ist Tradition hier, das die katholischen Kinder mit zur Kommunion gehen.

Aber warum und wofür? Ich frage mich, wofür geben Eltern einen Haufen Geld aus? Ein Kleid, das nur einmal getragen wird (Hochzeit ist in meinen Augen ein bischen anders, aber nicht viel) um dann im Schrank zu versauern – meine Mama hat mein Kleid über 30 Jahre aufgehoben. Den Glauben zu feiern? Welchen Glauben denn? Den der Kinder? Meine Tochter glaubt an Gott, aber braucht sie dafür die Kirche? Ich glaube an Gott, aber ich brauche die Kirche dafür nicht – mit seinem Bodenpersonal habe ich richtig Probleme! Also warum dann Kommunion feiern? Auf der anderen Seite sehe ich natürlich auch, dass viele ihrer Klassenkameraden die Kommunion feiern. Und wir möchten sie nicht hinten anstehen lassen – was natürlich Quatsch ist, denn es gibt genug andersgläubige in ihrer Klasse.

Unser Lösungsansatz bisher: Sie nimmt an der Kommunionfeier teil, gefeiert wird mit Eltern und Paten und ein paar Wochen später (Mai oder Juni) feiern wir eine große Geburtstagsparty, bei der die in diesem Jahr ausgefallenen Geburtstagspartys nachgeholt werden. Mal schauen uns fällt bestimmt noch etwas anderes ein….

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