Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Sichtweise

Irgendwie muss ich eine andere Sichtweise auf die Sache mit der Adipositasoperation und die Ernährungsberatung bekommen. Gestern habe ich mich wieder sehr eingehend mit allem beschäftigt und ja auch die Ernährungsberaterin angerufen. Auch der Sportnachweis, das Attest vom Orthopäden und das von der Therapeutin sind angeleiert.

Aber dieses Beschäftigen mit mir selbst, mit meinen Problemen, wühlt mich im Moment sehr auf. Besonders als mir gestern bewusst wurde, seit wann ich so massiv zugenommen habe – nach einem Arbeitsplatzwechsel, der nicht gut für mich war, wo ich trotzdem 6 Jahre ausgehalten habe. Ich fühle mich als totale Versagerin – fett, faul, gefräßig und blöd. Ich habe in meiner Ausbildung viel über richtige Ernährung gelernt, dann bei dem Trennkostseminar, dann bei den Weight Watchern, dann nochmal in der Reha und trotzdem bin ich nicht in der Lage mich daran zu halten. Und ich habe keine Ahnung warum…Warum die Gier auf was fettiges oder süßes oder überhaupt nach Essen immer Überhand gewinnt? Wo ist mein Willen geblieben? Den ja schon mal nach der Reha hatte., da fiel es mir leicht meine Ernährung unter Kontrolle zu halten. Sport ist ja gar nicht das Thema – ich schwimme gern und würde auch wieder sehr gerne walken gehen – das geht aber im Moment einfach nicht, der Orthopäde hat es  strikt untersagt zur Zeit. Erst soll ich Gewicht reduzieren.

Ich schwanke zwischen Magenbypass und Schlauchi hin und her. Der Bypass wäre bei meiner Ernährungsweise mit Sicherheit die bessere Wahl, da ich leider gerne süß esse und dies durch die Gefahr von Dumpings eingedämmt werden würde. Aber ich lese immer wieder von schweren Komplikationen bei einem Bypass, von Mangelerscheinungen und  meine Schmerzmittel kann ich dann nicht mehr einnehmen, da sie in die Stoffgruppe der NSAR fallen. Bei einem Schlauchmagen ist die Gefahr von Dumpings nicht gegeben, es wird nur am Magen operiert, von Komplikationen liest man seltener, meine Medikamente kann ich anscheinend weiter einnehmen und die Abnahme scheinen denen vom Bypass ähnlich zu sein. Und es wird keine zusätzliche Einnhame von Vitamintabletten nötig sein. Aber mein Essverhalten macht mir dazu dann wieder Probleme. Ich weiß es sind Dinge, die ich mit dem Operateur besprechen muss, aber sie wühlen mich auf und lassen die Gedanken laufend um dieses Thema kreisen.

Vor der Narkose habe ich gar nicht mehr so die wahnsinnige Angst – seit ich 2009 über 4 Stunden wegen meiner Gallenentzündung operiert wurde, ich war anschließend noch nicht mal auf einer Intensivstation.  Und mir ging es eigentlich überhaupt nicht gut vorher, mit Fieber und deutlich schlechtem Allgemeinzustand bin ich in die OP gegangen.

Aber ich habe Angst davor, das es nicht mit der laparoskopischen OP klappt, weil vielleicht Verwachsungen durch die vorangegangene OP im Bauchraum sind, das es wieder ein offene OP sein muss. Vor den Schmerzen danach habe ich richtig Angst – als ich nach der Gallenop aufwachte bin ich fast verrückt geworden vor Schmerzen und es hat gedauert bis das mal einer registriert hat, weil ich mich kaum verständlich machen konnte.

Irgenwie muss ich sehen, ds ich in den nächsten Wochen nochmal einen Termin bei meiner Therapeutin bekomme. Am besten nach den ganzen Gesprächen, die jetzt anstehen……

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