Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Gelesen

Gerade habe ich bei Hier gestöbert – und das Unverständnis kann ich so nicht nachvollziehen…

denn der Scheiber arbeitet auf einer Intensivstation, dort werden Patienten rund um die Uhr überwacht und bei Bedarf ist sofort Hilfe da. Der Pfleger muss meist nicht vollkommen allein irgendwelche Entscheidungen treffen.

Im Altenheim ist dies anders, dort müssen wir die Entscheidung treffen, besonders kommt dies im Nachtdienst zum tragen. Im Nachtdienst sind wir bei ca. 40 Bewohnern allein im Haus – nur eine Rufbereitschaft kann uns evtl. zur Hilfe eilen. Tagsüber ist man meist zu mehreren ausgebildeten Kräften.

Hat jetzt eine über 90 jährige demente Frau einen Herzstillstand muss eine Entscheidung getroffen werden – vielleicht darüber sie gehen zu lassen.

Und das ist schwer. Sehr schwer. Einfach nichts zu tun. Den Bewohner/die Bewohnerin vielleicht nur noch ins Bett legen, die Hand halten und abwarten. Dieses Real und Wirklich mitzuerleben, wie ein Mensch stirbt, das ist nicht einfach. Deshalb verfallen viele in einen Aktionismus, denken nicht mehr nach, setzen die gesamte Rettungsmaschine in Gang.

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Kommentare zu: "Gelesen" (1)

  1. Tach!
    Habe bemerkt, daß Du mir bei Twitter folgst. Und diesen Artikel hier gefunden.

    Ich finde es nicht so schwer, jemanden gehen zu lassen. Schwerer fällt es mir natürlich bei jüngeren PatientInnen. Aber da die bei uns alle todkrank sind, ist die Richtung meist vorgegeben.

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