Auf halber Strecke zwischen Kuscheltuch und Rheumadecke

Weihnachten

Weihnachten war schön und friedlich.

Den heiligen Abend haben wir zum ersten Mal komplett als unsere vierköpfige Familie allein verbracht – Raclette gegessen, in Ruhe beschert und anschließen geredet, gespielt, fern gesehen und geredet. Ich habe mich so sehr über mein Lieblingparfüm gefreut und ER sich über einen ganz edlen Grappa. Gemeinsam haben wir uns unseren ersten niegel – nagelneuen Fernseher gefreut – natürlich für an die Wand zu hängen und Flach ;-)

Aber es ist tatsächlich bemerkenswert – wir sind beide über 40 Jahre, seit 25 Jahren zusammen und erst jetzt war uns ein neuer Fernseher wichtig – vorher gab es immer irgendwelche gebrauchten, die ihren Zweck erfüllten. Unser letzter war ungefähr schon 5 – 6 Jahre alt, als er bei uns einzog und hat nochmal 7 Jahre durchgehalten. (Wobei das Bild natürlich einiges zu wünschen ließ – besonders in letzter Zeit)

Die Kinder freuten sich ebenfalls über ihre Geschenke, aber wichtiger war die Zeit mit uns zusammen.

Den ersten Feiertag verbrachten wir bis abends bei meinen Eltern – dort wurden dann auch die Probleme der letzten Zeit kurz diskutiert und zumindest vordergründig aus der Welt geschaffen. Und doch bin ich nicht ganz glücklich – denn das Problem besteht einfach weiter und wir müssen damit klar kommen…..aber ich weiß einfach, das meine Kleine sehr unter Situation gelitten hat….

Den Abend verbrachten wir bei meiner Schwiegermutter..es war sehr lustig. Leider hat waren sich der Hund meiner Tochter und unsere alte Hundedame nicht grün an dem Tag und meinten sich kurz und heftig beißen zu müssen. Das Ergebnis war eine Wunde am  Maul  bei unserer Lara – auch am nächsten Morgen tropfte noch Blut aus dem Maul. Also erstmal rum telefoniert nach einem Tierarzt…gar nicht so einfach, einen zu finden, der nicht 50 km entfernt war….dann aber doch eine sehr nette Tierärztin gefunden. Die TÄ hat Lara dann über eine Stunde zusammengeflickt  – der obere Gaumen war einmal duchgebissen – von außen nur durch ein kleines Loch zu sehen. Auch ihre Leftzen haben einiges abbekommen….gestern waren wir dann nochmal zur Kontrolle und heute ist alles schon deutlich abgeschwollen. Auch die Narkose hatte unser altes Mädchen gut verkraftet, nach zwei Stunden war sie schon wieder auf den Beinen und sie hat auch nicht wie befürchtet erbrochen……Zum Glück ist der Hund unserer Tochter Haftpflichtversichert, d.h. die Kosten für die Behandlung (über 300 Euronen) dürfte die Versicherung tragen.

Gefreut habe ich mich auch über einen Weihnachtsgruß meiner besten Freundin, nicht nur  über die Leckereien sondern viel mehr über ihre lieben Worte in einer Karte.

Ich bin eine Powerfrau

Ich freu mich einfach mal!

Als ich vor vier Monaten eine Bewerbung an meine neue Arbeitsstelle schickte, war ich so unsicher – mein Selbstbewusstsein lag auf dem Boden. Unsicher wegen meiner Adipositas, meines Aussehens, wie werde ich vom Gegenüber wahrgenommen……

Gestern war dann Weihnachtsfeier bei uns im Unternehmen. Erst gab es Zahlen und Fakten – interessant, aber wir hatten Hunger – von daher war unsere Aumerksamkeitsspanne eher gering. Als das Büffet eröffnet wurde, ging der Run auf ein wirkliches Schlemmermenü los…ich habe in Lachs geschwelgt….so lecker und der Nachtisch…eine Wucht…..

Das schönst waren aber die lobenden Worte unseres stellvertretenden Regionalcheffes…auch wenn ich ihn so selten sehen würde, er wäre über meine Leistungen und mich sehr gut informiert und alles wäre Positiv! Als er, im Sommer, meine Bewerbung gelesen hatte, hätte er gewusst, das ich eine Powerfrau sei und meine Bewerbung unter sehr vielen absolut herausstach….und es würden im meinem Bereich noch ganz viele Projekte ausstehen und ich solle mich in 2012 auf viel Arbeit gefasst machen.

In den drei Monaten, in denen ich jetzt dort arbeite, habe ich nicht einmal einen bösen oder auch gutmeinenden Komentar über meine Adipositas gehört, sie ist da, aber sie macht mich nicht aus. Eigentlich im Gegenteil, ich werde dort als Mensch und sogar als Frau wahr genommen. Also bin ich dann gestern zum 2. mal mit Tränen der Freude nach Hause gefahren………

Alles fein, alles chic

Familie:

Das große Kind erhält jetzt Unterstützung in Sachen  Berufsausbildung. Ich hoffe, das dies dann bald Früchte trägt und sie wieder anfangen kann, auf eigenen Füßen zu stehen. Trotzdem hält es sie nicht davon ab, sich manchmal wie eine 7 Jährige zu verhalten…..oder warum muss sie bei der Kleinen aus dem Adventskalender Süssigkeiten rauspulen? Dabei war ihr Kalender ebenfalls vorhanden, sie hatte nicht mitbekommen, das es ihrer war, sondern hatte gedacht, das es meiner sei und sie keinen bekommen habe…..als sie ihren Fehler bemerkt, hat sie die fehlenden Schokistücke wieder in den Kalender eingebaut und die zwei haben die Kalender getauscht……Pänz!

Das kleine Kind ist erkältet und hat Ohrenschmerzen, aber alles im Rahmen. Auch ihr Kiefer ist, nach einem Schlag von einem Mitschüler, wieder schmerzfrei. In der Schulle allerdings schlägt das noch Wellen….

ER hat, wie immer eigentlich, viel um die Ohren und das wir kommt oft genug zu kurz.

Zwischen meiner Mum und mir gibt es im Moment wieder eine Annährerung – ein ganz zarte Pflänzchen…

Arbeit:

Die Einarbeitungsphase ist abgeschlossen. Ich habe weiter Spaß an meiner Arbeit mit den Jugendlichen, obwohl ich schon von meiner Chefin gesagt bekommen habe, das ich mich mehr durchsetzen soll und nicht immer soooo gutmütig. Ich arbeite daran….

Gesundheit:

Aktuelle Blutwerte alle in Ordnung – nur ein Entzündungswert leicht auffällig, aber bei dem immer wiederkehrendem Erysipel eigentlich kein Wunder. Die Krankenkasse hat sowohl das Lymphgerät als auch die Strümpfe genehmigt. Jetzt hoffe ich, das dies – zusammen mit der manuellen Lymphdrainage – eine erhebliche Besserung des Lip/Lymphödems bringt. Nächste Woche werde ich hoffentlich beides erhalten.

Mein Rücken war für längere Zeit in den Hintergrund gerückt, aber im Moment habe ich immer mal wieder deutlichere Schmerzen und so muss ich auch hier weiter dran bleiben. Die Überweisung für den Orthopäden habe ich bereits in meiner Handtasche, ich muss jetzt nur noch sehen, das ich dort hinkomme und mir die Verordnung zur KG abhole.

Momentan ist meine Pysiotherapeutin sowieso meine beste ‘Freundin, da ich sie mind. 2 x in der Woche für eine Stunde sehe. Wir sind sogar – nach genau 2 Jahren- beim Du angekommen. Ich meine, sie kennt meinen Körper mittlerweile mit all seinen Baustellen. Die Lymphdrainage muss bei mir eben auch über den Bauch verlaufen, da die große Narbe am Bauch ja die Ursache dafür ist.

Gewicht:

Es geht gaaaanz langsam abwärts, und das ist gut so.

Psyche:

Ich beschäftige mich derzeit ganz bewusst mit meinem „inneren Kind“ und meinen Erlebnissen aus meiner Kindheit. Ich finde es sehr schwierig, aber so langsam verstehe ich einige Mechanismen und Vorgänge in mir selber und arbeite daran diese Verhaltensmuster zu ändern. Und ich glaube, wenn ich das geschafft habe, geht es für mich entgültig in den Weg in ein schlankes Leben.

 

 

Ich lebe noch – aber die reale Welt wirbelt mal wieder  durcheinander.

Seit zwei Wochen lebt unsere Große wieder bei uns – wir haben unser Schlafzimmer für sie geräumt und sind in ihr altes Zimmer im Keller gezogen. Schön ist er geworden, unser neuer Rückzugsort:

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Zwischendurch ist das Zusammenleben ein bischen haarig – aber es wird, zumal sie nun die Absicht hat, auf eigenen Füßen zu stehen.

Am Donnerstag habe ich es endlich geschafft, zum Sanitätshaus zu fahren um meine Beine ausmessen zu lassen. Es ist so mir unangenehm, jemand vollkommen fremdes so nahe an mich heranzulassen……aber es ging und bei den Maßen habe ich einfach nicht zugehört. So werden mir jetzt Kniestrümpfe und eine Caprileggins bestellt. Ich bin wirklich gespannt darauf, ich hasse rutschende Strümpfe.

Meinen 40. Geburtsag am Montag werden wir ganz in Ruhe mit einem Essen irgendwo feiern. Ich habe derzeit keine Lust auf eine große Feier. Mir ist einfach nicht danach, also lasse ich es.

Nächstes Jahr steht die Kommunion meiner Kleinen an – auch so ein Thema, denn niemand von uns steht wirklich dahinter. Wir vergessen immer wieder die damit zusammenhängenden Termine. Die Kleine kann selbstverständlich damit auch nichts anfangen. Doch es ist Tradition hier, das die katholischen Kinder mit zur Kommunion gehen.

Aber warum und wofür? Ich frage mich, wofür geben Eltern einen Haufen Geld aus? Ein Kleid, das nur einmal getragen wird (Hochzeit ist in meinen Augen ein bischen anders, aber nicht viel) um dann im Schrank zu versauern – meine Mama hat mein Kleid über 30 Jahre aufgehoben. Den Glauben zu feiern? Welchen Glauben denn? Den der Kinder? Meine Tochter glaubt an Gott, aber braucht sie dafür die Kirche? Ich glaube an Gott, aber ich brauche die Kirche dafür nicht – mit seinem Bodenpersonal habe ich richtig Probleme! Also warum dann Kommunion feiern? Auf der anderen Seite sehe ich natürlich auch, dass viele ihrer Klassenkameraden die Kommunion feiern. Und wir möchten sie nicht hinten anstehen lassen – was natürlich Quatsch ist, denn es gibt genug andersgläubige in ihrer Klasse.

Unser Lösungsansatz bisher: Sie nimmt an der Kommunionfeier teil, gefeiert wird mit Eltern und Paten und ein paar Wochen später (Mai oder Juni) feiern wir eine große Geburtstagsparty, bei der die in diesem Jahr ausgefallenen Geburtstagspartys nachgeholt werden. Mal schauen uns fällt bestimmt noch etwas anderes ein….

Ein Monat

Seit über einem Monat bin ich wieder in der Arbeitswelt. Langsam bekomme ich Routine – ein angenehmes Gefühl. Sogar das Aufstehen bereitet mir wenig Probleme – sofern mich die Mücken nachts in Ruhe lassen. Fies, wenn sie in den Fußballen stechen und ich werde vor lauter Juckreiz wach….

Meine Waage zeigt immer wieder eine deutliche Tendenz nach unten – meist nach ca. 5 – 6  Tagen Stillstand und die Ernährung habe zur Zeit gut im Griff. Merkwürdigerweise habe ich auch kaum Hunger/Appetitt auf Süßes. Ich esse meine drei Mahlzeiten am Tag und es reicht vollkommen aus. Am Wochenende läuft es ein bischen lockerer aber auch nicht vollkommen aus dem Ruder.

Auch an meiner Kleidung merke ich, das sich mein Umfang verändert, alles sitzt locker und Hosen fangen an zu rutschen. Letzte Woche habe ich micht mit etlichen neuen Oberteilen eingedeckt – Hosen hatte ich mir einige selbst genäht (wobei ich jetzt auch anfangen muss, einige enger zu machen).

Zu kurz kommt im Moment der Sport – Montags, Dienstags und Mittwochs ist es ein echtes Zeitproblem, weil ich erst gegen 17 Uhr nach Hause komme und sich mein Haushalt auch nicht von allein erledigt, zumal die Kleine dann auch nach Mama schreit.

Donnerstags hat dann das Schwimmbad kein öffentliches Schwimmen tagsüber. Also bleibt nur Freitag und das Wochenende – Freitags gehe ich schwimmen und saunieren – leider ist das Saunieren ein Vergnügen, was sich mir jetzt nur noch selten gönnen kann.….

Vorgestern hatte ich dann meinen Angstermin beim Phlebologen. Positiv ist zu bewerten, das ich keine Krampfadern habe und das auch die vermutete Venenentzündung im Augugst doch keine war, sondern wieder ein Erysipel – also alles richtig gemacht mit Antibiotika und Heparin. Nun das Negative, der Doc hätte mich an liebsten sofort in eine Lymph – Klinik eingewiesen, denn da würd ich mit meinen Beinen hingehören, mindestens für 6 – 8 Wochen.

Nur wird die Krankenkasse das nicht bewilligen – wobei ich das im Moment auch nicht will. Deshalb werde ich wohl demnächst Besitzerin eines dieser Lymphgeräte, womit den Stauungen  zu Hause zu Leibe gerückt werden kann – die manuelle Therapie bekomme ich ja auch nur 6 – 12 mal im Quartal, benötigen würde ich derzeit 2 x täglich. Die Frage ist auch da, ob die Krankenkasse das genehmigt.

Mein Arzt empfahl mir, wenn das Gerät auch abgelehnt würde, zur Krankenkasse zu fahren und denen mit Fernsehen zu drohen. Sechsmal Lymphdrainage im Quartal wären für mich viel zu wenig, ich bräuchte mindestens zwei bis viermal in der Woche. Doch leider ist es den Ärzten durch die Budgetierung nicht möglich, mehr zu verordnen.

Ich war etwas überrascht, dass der Arzt so entsetzt von meinen Beinen war. Im Sommer waren sie wesentlich mehr angeschwollen und noch unförmiger, momentan sieht man sogar die Fußfesseln und ich habe sichtbare Venen auf dem Fußrücken.

Seit 2 Wochen versuche ich mich wieder am Nordic Walking – an die 5 km vor meiner Rückenerkrankung komme ich bei weitem nicht heran, aber ich bin stolz immerhin 1 km laufen zu können. Es ist lange nicht mehr so schmerzhaft wie vor einem Jahr, auch merke ich das es jetzt eine Entlastung für meinen Rücken bringt – nicht die voriges Jahr zusätzliche Schmerzen und Verspannungen. Jeden Sonntag schaffe ich es ein Stück weiter – vielleicht sind die 5 km doch kein unerreichbares Ziel mehr.

 

 

 

Und wieder Freitag

Wieder eine volle Arbeitswoche rum.

Es war anstrengend, aber es geht mir ganz gut. Außer von dem monatlichem Übel abgesehen habe ich zu Zeit keine großartigen Beschwerden. Und die Waage zeigt sogar ein dickes Minus an.Ich freu mich!

 

Freitag

Kennt ihr dieses Gefühl? Wenn man etwas geschafft hat, etwas erreicht hat? Oder einfach nur wahnsinnig glücklich ist? Das Gefühl, das wie Luftbläschen im Bauch kribbelt und einem den Atem verschlägt?

Heute hatte ich dieses irre Glücksgefühl in mir, als ich von der Arbeit nach Hause fuhr! Seit Jahren hatte ich das schon nicht mehr, eine ganze Zeit habe ich nichts gefühlt – innerlich wie tot – zumindest im Bereich meiner Arbeit. Irgendwie vollkommen abgestumpft und interessenlos. Jetzt weiß ich auch wieder wie das geht – vor Glück zu weinen!

Sieben Arbeitstage habe ich jetzt hinter mir.

Ich habe:

  • sehr, sehr viel Neues gelernt
  • festgestellt, das Learning by Doing immer noch die effektivste Methode ist, einen neuen Bereich kennenzulernen
  • viel Papierkrieg geführt
  • viel Spaß gehabt
  • viel gelacht
  • Stress gehabt
  • mich kaum geärgert
  • ein paar Dinge noch nicht ganz verstanden
  • Diskussionen geführt
  • mir keinen Bären aufbinden lassen
  • mich gefreut und war manches mal wirklich entsetzt
  • alle alten Ängste verloren und ein paar neue hinzugewonnen

Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Arbeitswoche – wobei ich aber sagen muss, das ich froh bin, wenn diese dann ebenfalls vorbei ist und ab dann meine 28 Stunden Woche einsetzt.

Trotzdem bin ich heute wirklich am Ende meiner Kräfte – Geistig und sogar körperlich. Ich habe Muskelkater vom Treppensteigen – mein Fachbereich liegt im 2. Stockwerk, das Büro im 1. Stockwerk  (genauso wie der Kopierer) und das Angestellten – WC im Erdgeschoss. Also laufe ich mehrfach am Tag rauf und runter…..und das die ganze Woche….aber es hat dafür Wirkung auf meiner Waage *freu*

Interessanter Weise habe ich derzeit kaum Rückenschmerzen – ich nehme zwar brav weiter meine Medikamente, ohne geht es nicht – aber die Schmerzen behindern mich nicht in meiner Arbeit – und das ist eigentlich das Schönste an der Sache.

Heute und Morgen

Heute war mein letzter Tag in der Arbeitslosigkeit. Schon in den letzten Tagen war ich sehr angespannt und habe schlecht geschlafen. Gestern ging es mit Baldrian einigermaßen. Trotzdem bin ich seit Dienstag bereits zur neuen Aufstehzeit aus den Federn gekrochen – bäh, 6:15 Uhr oder positiv gesehen darf  ich eine halbe Stunde länger schlafen, als früher zum Frühdienst.

Vorgenommen für meine Ernährung im Berufsleben habe ich mir folgendes:

  • Ich werde morgens Frühstücken! Zur Zeit esse ich gerne Magerquark, cremig gerührt mit Leinöl, Süßstoff (ja, ich weiß ist nicht optimal, aber ich brauchs süß und Zucker will ich nicht) und Wasser, dazu kommt dann geschroteter Leinsamen, Haferflocken, Weizenkleie, Rosinen und eine Banane. Natürlich darfs auch mal ein Brot oder so sein.
  • Zum Mittag nehme ich mir in meiner neuen Brotdose ein Brot mit irgendeinem leckeren Belag und etwas Obst oder Gemüse mit.
  • Abends wird dann um zwischen 18 und 19 Uhr gekocht und gegessen – wenn ich meinen freien Tag habe, können wir das ja nach Bedarf tauschen
  • Ich esse nicht zwischendurch
  • Ich esse weiter vom kleinen Teller
  • Und lasse mir 10 Minuten Zeit vorm Nachschlag
  • ich gehe Montags oder Mittwochs, Freitags und Samstag oder Sonntag schwimmen.

Das ist jetzt die Theorie, ich hoffe das ich das so umsetzten kann – vielleicht verabschieden sich dann mal wieder ein paar Kilos.

Gestern hatte ich mal wieder mit der Endokrinologie telefoniert, der Bericht war noch nicht angefertigt….weil ich nicht im Computer zu finden war…argl…dabei hatte ich direkt nach dem letzten Telefonat mit Doc M. in der Anmeldung angerufen und mich aufnehmen lassen. Aber der gute Mensch dort hat bei meinem Namen einen Buchstaben vergessen und so war ich für die Endokrinologin nicht vorhanden im System. Da das aber kein Einzelfall mit unserem Namen ist , habe ich der Ärztin gesagt wo sie mal schauen könnte – und siehe da, ich war da.

Der Arzt der mich im Juli untersucht hatte, hatte ja bereits eine latente Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert – die Ärztin hat das anhand der ihr vorliegenden Blutergebnisse nochmal bestätigt und will mir direkt ein Rezept für das fehlende Hormon mitschicken. Das find ich ja mal richtig klasse. Sie hat mich nach bestimmten Symtomen gefragt, wie Antriebsschwäche und Müdigkeit – konnte ich alles bestätigen und hoffe das sich diese Dinge wieder normalisieren.

Ebenfalls gestern habe ich meinen Widerspruch bei der Rentenversicherung zurückgenommen – ich denke zum einen nicht, das eine med. Reha bewilligt worden wäre und zum anderen habe ich auch ohne Rentenversicherung erreicht, was ich wollte:

  • ich habe eine Arbeitsstelle ausserhalb der Pflege, in der ich nicht mehr schwer heben muss
  • mit den Rückenschmerzen komme ich im Moment zurecht – sie sind da, aber sie beherrschen mich nicht mehr
  • ich habe auch so zumindest 6 kg abgenommen – und weitere werden folgen *sicherbin*

Und es wäre doch schön blöd gewesen, wenn ich meinem neuem AG in 3 Wochen hätte sagen müssen, ich bin dann mal zur Reha……ne, will ich nicht – es reicht schon, wenn ich ggf. die OP machen lasse – aber da werde ich gerne ein paar Urlaubstage opfern.

Morgen ist dann der Beginn eines neuen Abschnitts. Ich freue mich sehr, bin aber auch sehr angespannt, wie es in den ersten Tagen/Wochen laufen wird. Die Themen an sich sind kein Problem – eher das Administrative…..

Nachts

Ich kann nicht schlafen, so viele Gedanken kreisen in meinem Kopf:

 

  • berufliche Dinge – wie wird es sein, der erste Arbeitstag nach fast 2 Jahren Zuhause? Werde ich das schaffen körperlich? Wie werden die Auszubildenden sein? Wie werden die Reaktionen auf mein körperliches Manko sein? Habe ich die Gelassenheit angemenssen – am besten gar nicht darauf zu reagieren?  Wie werden sich die ersten 2 Wochen gestalten? Wie bekomme ich die Ausbildungsinhalte aus meinem Kopf in einen passende Anleitung gebaut?
  • Familiendinge – wie wird die Kleine es verkraften, täglich in die Mittagsbetreuung zu gehen? Wie werden wir trotzdem den Haushalt vernünftig gewuppt bekommen? Werde ich die Zeit meinen – wichtigen – Sport zu machen? Wie geht es weiter mit meiner Großen?
  • meine OP – wie kriege ich das mit meiner Berufstätigkeit dann unter einen Hut – ich will nicht direkt am Anfang längere Zeit ausfallen, warum sind die Blutergebnisse noch nicht angekommen…ich muss nochmal da anrufen?
  • morgen/heute habe ich einen Termin mit meiner Ernährungsberaterin, die Dinge, die wir beim letzten Mal besprochen hatten – ich halte sie nicht immer ein, die Waage hat sich nicht nach unten bewegt, ich mag da morgen nicht auf die Waage steigen, ich brauche noch Zeit bis zum nächsten Besuch bei ihr – doch auf meine Mail ist noch keine Antwort gekommen, also anrufen

 

Auch Erinnerungen lassen mich nicht schlafen -

  • unser Hochzeitstag, der 18., war schön heute, harmonisch – es gab keine Rosen, da wir heute morgen seeeehr lange geschlafen hatten, aber wir waren mit der Kleinen wunderbar beim Chinesen essen …
  • ich habe heute Bilder geschaut mit meiner Kleinen, sie wollte wissen wie ich als Baby ausgesehen habe
  • Bilder von meinem Bruder gesehen, auch den Zeitungsartikel habe ich nochmal gelesen. Kaum zu glauben, das er am 08.09 seit 20 Jahren tot ist. Die Erinnerungen an diese Tage sind immer noch gestochen scharf, ich kann auf die Minute genau sagen, was ich an diesem Tag gemacht habe, wobei die Beerdigung mir komplett fehlt und auch die erste Zeit hinterher.

Eine Bilder Geschichte

Wie? Was? Post für mich? Wo? Nu gib schon her!

Und wie geht das jetzt auf? Mein Gott, bist du wieder langsam…..Frauchen mach hinne und flirte nicht noch mit dem Postboten…

Was ist das denn? Huch….da steht ja mein Name drauf…..

Hmm, riecht gut….nach der Stadt, in die Herrchen und Frauchen so gern fahren……

Na, das sind doch meine Farben, oder?

Das sieht chic aus….Frauchen, hör auf mit den Bilder machen und lass uns Gassi gehen!

Lachen und Weinen

Durch einen Blogeintrag von Schnakeline fiel mir wieder eine Liedzeile meiner Lieblingsband ein…..

jet Spass un Freud dat hät noch keinem Minsch jeschad, denn die Trone die do laachs muß de net kriesche

auf Hochdeutsch: etwas Spass und Freude hat noch keinem Menschen geschadet, denn die Tränen die du lachst, brauchst du nicht zu weinen…..

 

Und gelacht habe ich am Wochenende viel – wie immer wenn wir mit unseren Freunden zusammen sind. Samstag bei meiner Freundin und Sonntag gemeinsam mit Freunden beim Chinesen.

Auch Tränen gab es bei meiner Kleinen, da unsere schwarze Katze das ganze Wochenende verschollen war und wir schon befürchteten, das sie unters Auto gekommen sei.  Auch mir war es schon schwer ums Herz, da sie meine Herzenskatze ist. Doch heute morgen weckte uns ein sehr ungnädiges Fauchen gegenüber unserem Katerchen und Madame saß im Fenster,  verlagte nach Einlaß, Futter und Streicheleinheiten – seitdem dies erledigt ist, ruht sie auf der Couch und lässt es sich gut gehen.

Ich denke mal, das sie in einer der Garagen durch einen Nachbarn unwissentlich am Freitag eingesperrt wurde und heute als er zur Arbeit fuhr wieder frei gelassen wurde.

JAAAAAAAA *Schrei*

ICH HABE IHN!!!!!!!!!!!!!!

Gerade kam der Anruf – ich hab den Job! Ich kanns gar nicht glauben…ich bin vollkommen von den Socken und freu mich sooooooo…….lallalalala…ich hab nicht nur wieder eine Arbeit….sondern ich darf  Unterrichten!

Das ist sooooo toll!!!

Ok, jetzt werde ich wieder sachlich! Schließlich bin ich jetzt eine Lehrerin (oder so) *g*

Vertrag und Antrag für das Jobticket kommen in den nächsten Tagen und am 01.09.2011 darf ich anfangen.

OH, GOTT *kreisch* ich hab noch soviel zu tun….ich muss noch Unterrichtsthemen erarbeiten und ich will meinen bestellten Stoff noch zu einer Fleecejacke, 2 Hosen und 1 Shirt verarbeiten…..ich glaub das virtuelle Leben wird in den nächsten Wochen ziemlich brach liegen *lach*

So war er, der Ausflug

Heute morgen ging es um 8 Uhr los mein Ausflug in die Arbeitswelt.  Pünktlich war ich da und wurde auch direkt von einer sehr netten Kollegin in Empfang genommen. Die Azubis wurden erstmal von ihr und einer Kollegin mit Aufgaben und Arbeitsanweisungen versorgt, dann wurden mir alle Räumlichkeiten gezeigt.

Natürlich machte mir der Praxisraum besonders viel Spass – standen dort doch Pflegebetten mit den verschiedensten Dummies. Alles was das Herz begehrt, ist dort zur praktischen Anleitung zu finden. Nachdem ich noch einige Unterlagen und Rahmenlehrpläne kopiert hatte, ging es noch zur Verwaltung – noch eimal diverse Kleinigkeiten besprechen. Eventuell werden es sogar 3, 5 Tage/Woche, die ich arbeite. Sonst wird mir das Finanzielle einfach zu eng.

Ende der Woche werde ich wissen, ob sie sich für mich entschieden haben…. Ich bin richtig gespannt -ich würde es gerne machen

Morgen steht er an meinerster Auflug in die Arbeitswelt seit 18 Monaten. Ein bisschen mulmig ist mir ja schon. Wie immer wenn ich auf eine größere Gruppe von Menschen treffe, die einen erstmal nach dem Äußeren bewerten. Da kommt meine eigene Unsicherheit hoch, mein schlechtes Selbstwertgefühl spielt dann auch noch mit und schon ist die Anspannung in mir wieder mal da.

Laut Freunden und meinem Mann merkt man nach außen nix von meinen Unsicherheiten und Ängsten – ich käme locker, freundlich und voller Selbstbewusstsein daher. Find ich ja prima, wenn es so ist…aber warum merke ich selbst nichts davon?

Ich mache mir wieder viel zu viele Gedanken und grübele, wo es nicht nötig ist…..sagt ER.

Gut, dann werde ich das Grübeln aufhören und mir lieber Stoff aussuchen für meine nächsten Nähprojekte – denn im Urlaub bleiben wir Zuhause und da habe ich hoffentlich Zeit mir ein paar Hosen und Shirts zu nähen – mein Kleiderschrank wird sich freuen, was neues zu sehen…..

Jobangebot?

Nachdem ich in letzter Zeit einige  vier Bewerbungen losgeschickt habe, hatte ich gestern das erste Jobinterview.

Ein großes Unternehmen hat eine Stelle als Ausbilderin ausgeschrieben – Schulabgänger sollen Ausbildungsfit für das Gesundheitswesen gemacht werden.

Hmm, was soll ich sagen?

Es ist gut bis sehr gut gelaufen. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, das mein Gewicht in irgendeiner Form zum Thema würde – aber, es wurde nicht beachtet oder kommentiert, es war, als wäre es gar nicht da….ein tolles Gefühl! Ich hoffe, die Jugendlichen sehen das ähnlich, aber da habe ich doch so meine Zweifel…..

Nun überlege ich, will ich das so?

Seit ich meine Ausbildung gemacht habe, habe ich immer gerne angeleitet, gezeigt und erklärt. Mir wird auch nachgesagt, das ich komplizierte Sachverhalte einfach erklären kann. Unterricht zu geben bei meinen Kollegen in Form von Seminaren und auch Ausbilden von Schülern – alles schon gemacht….aber vor einer Klasse Jugendlicher im Alter von 16 bis 25 zu stehen, das ist eine andere Hausnummer. Es ist eine Herausforderung!

Von den Arbeitszeiten würde die Stelle gut zu mir und meiner Familie passen – 3 Tage in der Woche Vollzeit. Sieist nur 25 km entfernt und auch mit Bus und Bahn ganz gut zu erreichen.

Es ist mein dritter Versuch in den Unterrichtsbereich zu kommen und jetzt….habe ich Muffensausen…..vielleicht legt sich das am nächste Woche – da gehe ich einen Tag in den Unterricht einer Kollegin und werde mir alles ansehen.

Die OP werde ich natürlich trotzdem vorantreiben. Aber ich weiß auch, wenn ich meinen Kopf ausgefüllt habe, ist da kein Platz um an Essen zu denken – und auch keine Zeit mehr *g*

Aufwärts?

Ich hoffe! das es endlich Aufwärts geht!

Vorgestern war der Unterschenkel wieder rundrum heiß, rot und schmerzempfindlich – nachdem es am Sonntag schon deutlich besser war. Also gestern ein bischen gelaufen und ansonsten das Bein hochgelegt, gekühlt und mit Heparinsalbe geschmiert. Die Ruhe gestern tat mir anscheinend gut – heute fühle ich mich endlich mal wieder energiegeladener – trotz unterbrochenem Schlaf

Gestern Abend waren wir in Düsseldorf zum Arzt – Patientenseminar bei Dr. Dajchin als Vertretung von Dr. Schlensak. Es war sehr interessant und hat mich sehr in meiner Meinung zur OP bestätigt und ich habe das Gefühl, das Richtige zu tun. Die Videos der OPs fand ich sehr fazinierend und keineswegs ekelig – aber ich bin in diesen Dingen ja schon von Berufswegen eher hartgesotten ;-)

Auch das der Schlauchmagen eher als Vorbereitung zum Bypass gesehen wird, hat mich bestätigt. Ich werde alles geben, das ich mit dem Schlauchmagen auf einen BMI von unter 35 kg/m² komme – wenn nicht, bin ich kein Versager, sondern werde mir wieder die Hilfe des Adipositasteams holen und mir ggf. auch den Bypass operieren lassen.

****

Heute hatten weinen vollkommen ungeplanten Familientag mit Shoppen, lecker Fischessen und Zeit füreinander. Schön wars und tat unheimlich gut.

Gerade habe ich mit dem Endokrinologen gesprochen – mir wurde ja letzte Woche Blut abgenommen und den 24 Stunden Urin habe ich auch abgegeben.

Die Blutwerte sind in Ordnung, bis auf das TSH – leicht erhöht. Das lässt auf eine leichte Schilddrüsenunterfunktion schließen und sollte vor der OP noch abgeklärt werden – also nochmal Blutuntersuchung und Ultraschall der Schilddrüse und ggf. L- Thyroxin – Tabletten.  Ich denke mal das meine ewige Müdigkeit und auch das große Schlafbedürfnis durch diese Unterfunktion kommt – wäre zumindest eine Erklärung.

So, jetzt werde ich wieder den zweiten Teil zum Heilungsverlauf meines Beines in Angriff nehmen – Hochlegen und kühlen….. das man dabei gut Fernsehn schauen kann ist doch ein angenehmer Nebeneffekt….aber auf dauer muss ich das nicht haben *g*
Statt Fernsehen lieber ein Kleid für mich weiter genäht…ich muss auf dem Weg der Besserung sein, denn die Lust am Nähen ist wieder da

Immer noch nicht klar

Das Bein muckt immer noch rum – es ist wirklich höchstwahrscheinlich eine Venenentzündung. Es nervt enfach nur, weil ich mich mal wieder schlapp, müde und kraftlos fühle – jede Enzündung haut mich im Moment einfach um. Das Antibiotika macht mir Kopfschmerzen und einen fiesen Geschmack im Mund, nach drei Heparinspritzen sehen meine Oberschenkel aus wie eine Landkarte……und ich habe doch soviel vor in den nächsten Tagen…..dann werde ich mal wieder kämpfen müssen

Heute im Angebot, absolut neu – noch nie dagewesen, daher günstig abzugeben:

Eine heisse, geschwollene Stelle an der rechten Wade. Begrenzt rot und sehr druckschmerzhaft. Der Rest des Unterschenkels ist diffus gerötet. Die große Frage ist: WAS IST DAS?

Mal wieder zwei Möglichkeiten:

1. Es ist eine oberflächliche Venenentzündung – lästig, schmerzhaft – aber mit Heparin, kühlen, Kompression und Laufen gut zu behandeln. Dauert nur ein paar Tage…..

2. Möglichkeit, leider auch nicht unwahrscheinlich – wieder ein Erysipel (Wundrose). Sehr schmerzhaft, schlechtes Allgemeinbefinden, dauert länger als ein paar Tage. Muss meist im Krankehaus mit Antibiotikainfusionen, kühlen, ruhigstellen und Kompression behandelt werden.

So, was tun? sprach Zeus

Behandelt wird nun mit Antibiotika (schon wieder), kühlen, Kompression und Heparin. Erstmal werde ich jetzt noch rumlaufen und mein Haushalting erledigen und auch die Hundis müssen nochmal Gassi. Dann werde ich mich mit Coldpacks und Octeniseptumschlägen auf die Couch verziehen. Bis heute Abend kann ich noch abwarten, sollte es bis dahin deutlich mehr geworden sein, werde ich mich doch ins Krankenhaus bringen lassen müssen.

Ich hoffe, das es wirklich nur eine Venenentzündung ist und mir das Krankenhaus diesmal erspart bleibt – ich mag nicht immer krank sein……

Es ist schwer seine Gewohnheiten zu ändern – zumal immer wieder schlechte Gewohnheiten aufgedeckt werden.  Also neben hier meine neue Liste von Dingen, die ich ändern möchte/muss:

  • ich will am Esstisch essen, nicht am PC nebenher
  • ich muss gründlich und langsam kauen
  • Esspausen von 10 Minuten, bevor ich mir eine 2 Portion auffülle
  • Portionen werden auf einen kleinen Teller aufgefüllt
  • Rohkost, Gemüse oder Salat wird zuerst gegessen
  • Ernährungstagebuch regelmäßig führen

Da ich ja bekanntermaßen sehr gerne Süßes esse, soll ich jetzt, im Rahmen der Ernährungstherapie 4 Wochen lang, mir dreimal täglich Saures geben. Das heisst, das ich ein paar Johannisbeeren esse, oder Zitronen/Grapefruitsaft Teelöffelweise einnehme. Und ich finde das nur bäh, bäh. Natürlich habe ich das Experiment heute direkt begonnen – mit frisch gepressetem Zironensaft. Schon als ich die Zitrone aufschneide, setzt bei mir ein massiver Speichelfluss ein, beim Geruch bekomme ich eine Gänsehaut……meine Kleine freut sich, nimmt die ausgepresste Zitrone und saugt sie genüsslich aus. Da schüttelts mich richtig. Schon beim Schreiben zieht sich bei mir wieder alles zusammen. Also einen kleinen Teelöffel habe ich hinunter bekommen – gut das niemand in dem Moment ein Foto gemacht hat.

Als zweite Aufgabe von meiner Ernährungstante muss ich nun 2 – 3 Tage in der Woche alles was ich esse, vorher fotografieren. Seufz….na zum Glück habe ich ein Fotohandy – mal schauen, vieleicht stelle ich einige gelungene Bilder hier ein *g*

Die Beratung hat mir heute sehr gut getan, auch sie ist der Meinung, ich decke mit meinen Essen Gefühle zu. Ich frage mich jetzt, welche Gedanken und Gefühle sind das, die ich nicht zulasse – nicht verarbeitet habe.

Ansonsten bin ich froh das diese sch*** Ohrenschmerzen endlich verschwunden sind, morgen noch einmal das Antibiotika und dann kann ich die lästigen Begleiterscheinungen bekämpfen, die ich immer mit einer Antibiotikabehandlung habe.

Noch 4 Tage Schule und es sind endlich Ferien. Meine Kleine ist sowas von Ferienreif, das ist schon nicht mehr schön. Sie ist genervt und motzig. Jede Anforderung an sie wird mit einem genervtem Ton beantwortet – gut, das mich sowas nicht mehr aus der Ruhe bringen kann, es wird einfach ignoriert und ist ihr Ton mal sehr daneben, gibt es eine klare Ansage von mir.

Froh bin ich, das wir ihre Dornwarze ohne Operation in den Griff bekommen. Länger klagte sie über Schmerzen in der Ferse, aber es war erst nichts zu sehen. Teilweise konnte sie kaum laufen. Nach einiger Zeit zeigte sich doch eine dicke Schwiele mitten auf der Ferse, die habe ich mal abgefeilt und zum Vorschein kam eine riesige Dornwarze. Also vereist – ohne nennenswerten Erfolg, dann eine Flüssigkeit vom Arzt draufgetupft, ebenfalls ohne Erfolg. Erst als ich ihr ein Hühneraugenpflaster aufgeklebt habe, wurde die Warze so weich, das ich drin rumprockeln konnte. Heute habe ich wieder mal diese schwarzen Pünktchen = Wurzeln der Warze rausgesogen, inzwischen habe ich bestimmt 8 von den Dingern entfernt (teilweise bis zu 2 cm lang) und immer tauchen neue auf. Aber sie hat keine Schmerzen mehr beim Laufen. Furchtbar, wenn das Kind wegen so einer „Kleinigkeit“ Schmerzen hat. Aber ich hoffe die Warze ist bald Vergangenheit und den geplanten Aktivitäten in den Ferien steht nichts mehr im Wege.

Ich bin jetzt seit einiger Zeit bei einer Ernährungsberaterin. Nun stelle ich mir die Frage, was hat es mir bisher gebracht? Vor allem in Hinblick auf die Operation…

Die Veränderungen sind diffus, ich denke mehr über meine Ernährung nach und denke auch immer wieder, das muss jetzt nicht sein. Aß ich vorher zwei Fertigpizzen, ist es jetzt eine Klorienärmere Variante mit einem Haufen Salat – schmeckt mir genauso gut. Mein Frühstück besteht immer wieder aus Magerquark mit Leinsamen, Haferflocken, Obst und einem Schuß Leinöl. Ich esse keine Wurst bzw. Salami mehr und achte bei Joghurts und Käse auf den Fettgehalt.

Was muss ich noch ändern:

  • ich will am Esstisch essen, nicht am PC nebenher
  • ich muss gründlicher kauen
  • Süßes ersetzen durch Obst
  • Ernährungstagebuch regelmäßig führen

Jetzt, wo ich so dadrüber nachdenke, habe ich schon einiges verändert – zwar noch nicht ausreichend, aber es tut sich was in meinem Kopf. Auf der einen Seite will ich an meinen Gewohnheiten festhalten, mich nicht mit meinen Fehlern auseinandersetzten – denn ich habe versagt, auf der ganzen Linie. Oder warum habe ich zugenommen? Schuld bin ich doch ganz allein – ich musste doch nicht essen! Es stand doch keiner mit einer Knarre hinter mir und sagte, das musst du essen…

Aber es haben sich auch Ernährungsmuster in meinem Kopf festgesetzt, die ihre Ursache nicht bei mir haben. Dazu gehören einige Erlebnisse aus meiner Kindheit – so nach dem Motto: „Schaff dir ein dickeres Fell an“  Doch meine Seele hat nie ein „dickeres Fell“ bekommen – nur mein Körper hat die Seele immer mehr umhüllt. Meine Seele lechzte nach Anerkennung, Liebe und dem Gefühl, das mir jemand beisteht – das ich nicht allein bin, als Kind. Diese Verhaltensmuster haben sich immer fortgesetzt, teilweise sogar verstärkt, als ich älter wurde. Durch falsche berufliche Entscheidungen und immer wieder Kamf um die Anerkennung  durch meine Eltern.

Mir fällt es sehr schwer diese Verhaltensmuster zu ändern, immer wieder kommen Selbstzweifel auf, ob das alles so richtig ist, wie ich mich verhalte und wie ich bin, wie ich aussehe……diese Selbstzweifel gehen mir richtig auf den Nerv!

Warum kann ich mich mal nicht gut finden, so wie ich bin?

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